Freitag, 22. November 2013

Thailand 2013 (1/2)

Erst einmal...
für die Menschen die es nicht gewusst haben. Vom 15.07. bis zum 14.08. haben Sascha, Morten und ich uns zusammen getan und sind für einen Monat nach Thailand geflogen. Die Idee nach Thailand zu fliegen kam von mir. Der ausschlaggebende Impuls zu der Reise kam aber von dem Film "The Beach".
Einmal Bangkok erleben. Einmal die schönen Strände geniessen. Einmal durch den Dschungel wandern. All dies war schon immer ein großer Traum von mir und bot sich mit Thailand sehr gut an.

Der Start vor dem Start
Die Planung für den Trip zog sich sehr lange hin. Der richtige Anstoß begann damit das Rino, Morten und ich uns am 21.01. Flugtickets in einem kleinen Reisebüro in Hannover kauften. Als wir aus dem Reisebüro raus waren, platzten wir nur so vor Aufregung. Nur war es noch ein halbes Jahr hin bis zum großen GO. Wir konnten es kaum abwarten. Wir vertrieben uns die Zeit damit Videos von Thailand und dessen Kultur anzuschauen, unser Trekking-Gear zu optimieren und natürlich weiter Geld zu sparen für die große Reise. Die Zeit verging sehr langsam, doch kurz vor dem finalen Monat in dem wir fliegen wollten, passierte in Rinos Leben etwas mit dem er nicht gerechnet hatte. Er fand nach langer Zeit eine Stelle in seinem alten Job wieder. Dieser konnte er unmöglich ablehnen, sodass es darauf hinaus lief, das Morten und ich Ersatz für Rino brauchten. Ich setzte mich auf Rinos Nachricht hinauf mit mehreren Leuten in Verbindung die zwar Lust hatten mitzukommen, jedoch kein Geld oder Zeit. Ein Drama schien sich anzubahnen, jedoch meldete sich Sascha nach kurzer Zeit bei mir zurück, der die Nachricht hatte, das es bei Ihm zeittechnisch klappen könnte. Ich freute mich wie ein Schnitzel. Doch noch Ersatz für Rino gefunden! Wir verbrachten den Rest der Zeit vor dem Abflugtag damit für Sascha einen Flug zu suchen, sowie sein Equipment aufzustocken.

Vor dem Abflug
Die Tage begannen nun stressiger zu werden. Wir trafen noch letzte kleinere Vorbereitungen und verabschiedeten uns von unseren Freunden und Familien. Zwei Tage vor dem Abflug kamen Morten und Sascha zu mir um gemeinsam ein weiteres mal alles zu besprechen, die Rucksäcke zu wiegen und noch einmal zusammen trainieren zu gehen. Am späten Abend kam ich dann auf eine kleine Idee. Jeden Tag die "Bring Sally up, bring Sally down - Push up Challenge" zu machen, solange wir in Thailand sind. Bei der Challenge geht es darum im Rhythmus des Lieds von Moby - Flower für 3.20min, Liegestützbewegungen auf und ab zu machen ohne dabei seinen Körper abzusetzen.

Die Tage des Flugs - 15.07.
0630: Der Wecker fing an zu klingeln und sofort sprangen wir aus dem Bett hinaus. Ich konnte die Nacht vor lauter Aufregung sowieso kaum schlafen. Trotz allem schien ich körperlich putzmunter gewesen zu sein. Umso besser! Wir machten uns startklar. Ich schloß alle Fenster, stellte das Wasser ab und checkte noch mehrmals ob ich alles dabei hatte. Dann war es endlich soweit. Wir traten aus der Wohnungstür heraus, schlossen hinter uns ab und gingen zur Straße hinaus. "Ab jetzt einen Monat lang keine Alltagsproblemchen mehr", kam mir immer wieder in die Gedanken. Wir gingen noch einmal zum Bäcker um uns ein kleines Frühstück, sowie Brötchen für die Fahrt zu besorgen. Am Hauptbahnhof von Hannover trennten sich unsere Wege dann auch schon wieder. Sascha hatte durch seine späte Buchung einen komplett anderen Flug bekommen als wir. Er musste von Hamburg aus mit den EMIRATES fliegen. Wir wünschten Ihm viel Glück und hofften natürlich das auch so alles reibungslos klappen würde. Vom Hauptbahnhof ging es nun für Morten und mich weiter mit der S-Bahn zum Flughafen von Langenhagen.
0830: Ankunft am Flughafen. Der Check-Inn in Hannover verlief reibungslos. Wir verbrachten nach dem Einchecken die Zeit damit uns kleine Geschichten aus dem Alltag zu erzählen sowie  der "Bring Sally up and down"- Challenge" nun offiziell den Start zu erteilen.
1100: Abflug mit TURKISH AIRLINES von Hannover nach Istanbul. Unserem Zwischenstopp nach Bangkok. Der Flug nach Istanbul verging sehr schnell. Die Flugzeit überbrückten wir mit einem leckeren Mittagessen sowie einem Boardfilm.
1510: Pünktliche Ankunft in Istanbul. Sofort als wir aus der Passagierbrücke austraten überraschte uns das drückende Klima von über 40 Grad. Es fühlte sich an als ob die Luft, die wir erhaschten durch die Flugzeugturbinen gepresst wurde. Schnell realisierten wir jedoch, dass das Klima überall, außerhalb des Flughafens so schwül war. Der Flughafen von Istanbul war sehr groß. Die Geschäfte gliederten sich zu Hauf aus überteuerten Modeboutiquen, Parfümerien, Juwelieren und Souvenirshops. Überall wo man hinblickte hingen Modelabel und die Geschäfte blinkten und funkelten wie aus einer anderen Welt. Wir suchten als erstes vergebens nach einem Laden in dem man Wasser kaufen konnte. Nach einer längeren Erkundungstour beschlossen wir uns unser Wasser dann doch einfach bei einem der Bäckereien vor Ort zu kaufen. Zugleich kauften wir uns auch dort leckere, türkische Backwaren. Nach dem Essen machten wir uns gemächlich auf zum nächsten Check-Inn.
2005: Wieder einmal ohne Komplikationen saßen wir auch schon im nächsten Flieger nach Bangkok. Es war schon spät geworden und es fing langsam an Dunkel zu werden. Morten und ich schauten im Flugzeug noch einen Film und schliefen nach einem leckeren Board-Abendessen schon recht früh ein. Auch der zweite Flug verlief ohne Turbulenzen, sodass wir behutsam schlafen konnten. Gegen 6 oder 7Uhr morgens, genau weiß ich es nicht mehr, wurden wir von den Flugbegleitern geweckt und haben unser Frühstück serviert bekommen. Ich habe recht annehmlich geschlafen und freute mich schon wieder etwas in den Magen zu bekommen. Es war wie immer sehr wohlschmeckend.
0925: Ankunft in Thailand, Suvarnabhumi Airport. Der Flughafen war riesig groß und zog sich über mehr als fünf Stockwerke entlang. Beim Einchecken bekamen Morti und ich unsere Visums ausgehändigt. Und wir wurden von nahezu jedem Mitarbeiter des Flughafens mit einer Verbeugung begrüßt. Generell schien hier jeder Mensch mit einem Lächeln auf den Lippen zu arbeiten, was einfach für gute Stimmung sorgte. Nachdem wir ohne Probleme ausgecheckt haben und unsere Backpacks abgeholt hatten, mussten wir nun noch, nach dem Arrival-Board zufolge, gute drei Stunden auf Sascha warten, der hoffentlich im Flieger sitzen würde. Als wir auch die letzte Zeit endlich tot geschlagen haben, trat Sascha wieder auf der Bildfläche hervor. Er prahlte sofort damit das es im Flieger keine Plätze mehr in der zweiten Klasse gab und er in die Business-Class mitfliegen musste. Der Arme!

What happens in Bangkok, ends up on Facebook - 16.07.
Nachdem wir uns wieder zusammen gefunden hatten aßen wir erst einmal gemütlich im Flughafen Ramen zu Mittag. Ramen ist eine Art japanische Nudelsuppe mit vielen Einlagen. Schon nach einer Schüssel war jeder von uns pappsatt. Somit machten wir uns auf den Weg ins Kellergeschoss des Flughafens wo wir den Skytrain in die Stadt nehmen wollten. Der Skytrain ist ein Zug der auf einem langen steinernden Stelzensystem durch Bangkok fährt.
Nach ein paar Problemen am Ticketautomaten wurden wir von zwei zuvorkommenden Mitarbeitern der Bahn für die weitere Fahrt eingewiesen. Wir entschieden uns dafür erst einmal bis zur Endstation Phaya Thai zu fahren und uns von dort aus ein Hotel für die ersten Nächte zu suchen. Die Fahrt mit dem Skytrain war eine tolle Erfahrung. Schon früh auf der Fahrt in die Innenstadt beeindruckte die riesige Metropole Bangkok. Die Menschen in der Bahn hatten alle ihr Lächeln auf dem Gesicht und machten die Atmosphäre nur noch schöner.
1500: Ankunft mit dem Skytrain in der Haltestelle Phaya Thai. Etwas belanglos liefen wir die Treppen des Stelzensystems herunter. Erst einmal orientieren, war die Devise. Noch bevor wir die Straße erreicht hatten, kam der Zugführer des Skytrains auf uns zu und begrüßte uns herzlich. Er hatte wohl Schichtwechsel und hat sich deshalb die Zeit genommen uns ratlos-aussehenden Touristen ein bisschen über Bangkok zu erzählen. Er riet uns zuerst einmal zu der Tourist Information zu fahren. Und von dort aus ein Hotel zu suchen. Gesagt, getan! Der freundliche Herr brachte uns nach dem längerem Gespräch zu einem Tuk-Tuk (eine Art dreirädrige, motorisierte Rikscha) das uns zur Tourist Information für 120Baht (rund 3€) pro Nase gefahren hat. In der Informationsstelle angekommen trafen wir auf einen coolen Typen der den Künstlernamen "Joker" trug. Joker nahm sich knapp zwei Stunden Zeit um uns einen Trip, nach unseren Wünschen für die ersten zwei Wochen zusammenzustellen und auch gleich zu buchen. Er erzählte uns noch viele Dinge über Thailand die uns zu einem späteren Zeitpunkt sehr nützlich wurden, auch das sich Bangkok in den letzten Jahren sehr verändert habe. Was in Bangkok geschieht, bleibt nämlich nicht mehr in Bangkok sondern landet auf Facebook. ;)
1800: Hundemüde verabschiedeten wir uns vom Joker und stiegen in ein Taxi das uns zum SK-HOUSE, unserem ersten Hotel fuhr, was vom Joker für uns reserviert wurde. Es war ein schönes, kleines Zimmer inmitten von Bangkok, mit Klimaanlage, WC/Dusche, Kühlschrank und Fernseher im dritten Stock des Hauses. Ohne weitere Gedanken machten Morten, Sascha und ich uns schlaffertig und gingen sofort zu Bett. 

Der erste Tag in BKK - 17.07.
0400: In der morgenfrüh bin ich aufgestanden um auf den Straßen zu joggen und vor allem um einmal Mönche zu sehen. Die Straßen waren wie leer gefegt. Es war kein Vergleich zu dem Verkehr tagsüber.
Nach dem ersten Kilometer den ich zurück gelegt hatte, kamen mir auch schon eine kleine Gruppe Mönche entgegen. Zwei von Ihnen waren Barfuß unterwegs und einer hatte einen goldenen Spendentopf dabei. Genau, wie ich mir es vorgestellt hatte. Ich lief an Ihnen vorbei und auch die Mönche lächelten mich, ganz im Stil von Thailand, an. Nach einer halben Stunde, die ich der Phetchaburi Road gefolgt bin, machte ich mich wieder auf den Heimweg. Neben Straßenständen die ihre Tagesvorbereitungen gemacht haben sah ich viele Nagetiere die auf Beutezug in Müllhaufen herum gewühlt haben.
0900: Als ich wieder zurück war, mich geduscht habe, und mein Daypack vorbereitet habe, sind Morti, Sascha und ich los um beim 7-Eleven (ein internationaler Supermarkt, den es beinahe an jeder Straßenecke in Thailand gab) unser erstes Frühstück und Wasser für den Tag zu kaufen. Nachdem wir im Supermarkt gewesen sind, machten wir uns zu Fuß auf um ein bisschen von Bangkok zu sehen. Wir gingen den ganzen Tag durch diese tolle Stadt, die durch ihre ganz eigene Art, mich immer wieder aufs Neue beeindruckte. Unterwegs trafen wir auf majestätische Tempelanlagen, die wir ein nach dem anderen abgeklappert haben. Der wohl schönste Tempel, "Wat Sraket", befand sich auf einem Berg inmitten Bangkoks.
Er wurde von künstlichen Wasserfällen, die als Art Nebelmaschinen fungierten, geschmückt. Noch besser hat uns dann, als wir oben angekommen sind die Aussicht auf die Stadt gefallen. Egal in welche Himmelsrichtung man schaute, es waren nur Gebäude und Tempel zu sehen. Wir machten noch etwas Musik an einem Glockenspiel das wohl für Besucher angebracht worden war und machten uns dann wieder auf den Weg nach unten, mit dem Ziel etwas warmes in den Magen zu bekommen.
Wir fanden nach einer längeren Suchaktion einen kleinen Stand, anbindend an eine Hauptstraße, in dem wir gebratenen Reis gegessen haben.
1530: Dem Nachmittag entgegen besuchten wir einen großen Park mit Grünanlagen und Trainingsgeräten an dem wir ein kleines Ghettoworkout absolvierten. Nach einem langem Marsch merkte ich das ich meine GoPro nicht mehr in meiner Tasche hatte und dann errinerte ich mich das ich Sie im Park liegen gelassen habe. Schnell sind wir noch einmal zu dritt zurück gelaufen um sie zu suchen, doch leider war sie schon weg. Ich habe einen Polizisten getroffen der mich zu einem Information Center am Rande des Parks geleitete. Dort wurde per Lautsprecher versucht meine GoPro wieder zu finden, doch leider vergebens. Nun ich machte mir darüber keine weitere Gedanken. Sie war ja schließlich zu ersetzen und dann setzten wir unseren Weg fort.
1900: Nachdem wir kurz wieder zu Hause waren machten wir uns auch am abend nochmals auf den Weg um einen weiteren Tempel zu besuchen. "Wat Arun" hieß diese gigantische Tempelanlagen, die schon mehrere Jahrhunderte alt zu sein schien.
Nach vielen Kilometern der Dunkelheit sind wir endlich angekommen. Leider war die Anlage schon geschlossen, sodass man nicht mehr näher dran kommen konnte. Trotzdem haben wir ein paar tolle Impressionen sammeln können von diesem gigantischen Monument. Wir fuhren mit dem Taxi zurück nach Hause und gingen wieder einmal früh ins Bett.

Nothing suits me like a suit - 18.07.
1200: Gegen Mittag sind wir nach einem mageren Frühstück wieder zu der Tourist Information gefahren. Wir waren mit Joker verabredet der mit uns noch einmal unser zweiwöchigen Trip durchgegangen ist. Nachdem alles geklärt war hat uns Jokers Vater mit einem 5er BMW, auf Mortis Wunsch hinaus, zu einem Schneider gefahren. Denn Mortens Wunsch war es sich einen Anzug maßschneidern zu lassen in Thailand. Womit sein Wunsch damit auch in Erfüllung ging. Er hat alles mit den Schneidern so vereinbart, dass er den Anzug am Ende unserer Reise abholen würde.
Nachdem alles geklärt wurde, fuhr uns ein Mitarbeiter von dem Schneider zu MBK - dem größten Einkaufszentrum Thailands. Hier erstreckte sich alles über 8 Stockwerke. Mit über 200Shops und vielen Restaurants war hier alles was das Herz begehrte. Nachdem sich Sascha ein Skateboard gekauft hatte, gingen wir im Einkaufszentrum zu einem Barbeque-Grill wo wir aufs Köstlichste geschlemmt haben. Grillen mussten wir unser Fleisch selbst. Erlebnisgastronomie vom feinsten.
Viele Stunden sind vergangen nachdem wir MBK wieder verlassen hatten. Wir gingen noch einmal ein bisschen durch die Stadt, denn heute abend stand schon die Abreise aus Bangkok mit dem Bus auf dem Plan. Es ging endlich weiter nach Phuket!
1830: Von der Tourist Information aus wurden wir mit einem Minibus abgeholt der uns zum Bus Terminal bringen sollte. Schnell verabschiedeten wir uns noch einmal vom Joker und dankten Ihm für alle seine Bemühungen. Im Terminal angekommen mussten wir nun noch zwei Stunden warten bis der Nachtbus eintraf. Wir schlugen die Zeit mit Training und Skateboard fahren tot. Im Hintergrund zog ein gewaltiges Gewitter an uns vorbei. Ein grandioser Anblick.
2030: Abfahrt mit dem Nachtbus nach Phuket. Wir haben noch Stunden aus dem Fenster geschaut und die neue Landschaft genossen, bis wir endlich eingeschlafen sind. In der Nacht machten wir eine kurze Rast in Chumphon. Wir konnten uns die Beine vertreten und etwas kleines Essen. Danach ging es wieder weiter nach Phuket.

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Party - 19.07.
0730: In Phuket angekommen, ging es für uns weiter auf der Ladefläche eines Autos nach Patong Beach. Der Check-Inn in Hotels und die Fahrten verliefen nun immer so ab das wir Quittungen der Rechnungen, als eine Art Tickets, vorzeigten die wir vom Joker bekommen haben.
0800: Angekommen im Hotel, der Aloha Villa, wurden wir mit einem leckeren Glas Melonensaft von der Hotelrezeption begrüßt. Anschließend betraten wir unser Zimmer. Wir staunten nicht schlecht als wir es sahen. Das wir dem Joker gesagt hatten, das wir die Reise simpel halten wollten, kam anscheinend nicht sonderlich bei ihm rüber. Swimmingpool auf dem Dach, Water for free! und sogar einen Balkon. Dass das Zimmer riesig groß war, brauch ich an der Stelle erst gar nicht erwähnen. Nachdem wir uns von unseren Gepäck erleichtert hatten, machten wir uns auf in die Stadt und zum Strand für ein wenig Sightseeing. Phuket ist durch und durch eine Partystadt. Wer ein Partytiger ist, kommt also hier voll auf seine Kosten.
2130: Abends sind wir dann zum Strand runter gegangen und tranken unser erstes Chang- und Tigerbeer. Die Biermarken sind ein großes Aushängeschild in Thailand. Später dann kam eine Verkäuferin am Strand zu mir um mir eine Lampionlaterne zu verkaufen. Leider hatte ich nicht mehr genug Geld dabei, jedoch schien die ältere Dame es gut mit mir zu meinen und verkaufte mir eine Ihrer Laternen für weniger als die Hälfte des Normalpreises.

Mit dem Aufsteigen der Laternen sollen Unglück und Seelenschmerz vergehen, auch sind Sie in vierlerlei Hinsicht als Glücksbringer anzusehen, erklärte mir eine Australierin die schon Ihre zweite Lampionlaterne aufstiegen lassen hat. Ich ließ dann meine sofort mit Hilfe ein paar Einwohnern auch sofort dem Himmel empor schießen. Es schien zuerst das Sie sich in einem Baum verfangen würde, doch Gott sei Dank fand Sie dennoch Ihren Weg zum Himmelszelt und flog so weit und hoch bis ich Sie nicht mehr erblicken konnte.

Der erste Tag am Strand - 20.07.
0930: Da war er nun. Der erste richtige Tag am Strand. Nach unseren Strapazen der letzten Woche, konnten wir uns endlich mal ohne auf die Uhr zu schauen entspannen und das machen was wir wollten. Wir gingen also runter zum Strand, keine 200 Meter entfernt vom Hotel. Es war mein erster richtiger Strand seit langer Zeit und ich genoss die Meerluft einfach. Der Strand an sich war nicht besonders schön, da überall viele Flaschen und Müll von Touristen herumlagen. Wir vertrieben uns die Zeit mit einer kleinen Flip-Session und tauchten im Meer ab. Außerdem begnügten wir uns an den tollen Spots von Patong Beach.
1700: Nach einer leckeren Portion Steamed Rice with Chicken, Egg and Vegetables begaben wir uns zurück zum Hotel und konnten gerade noch so ein "Ping-Pong-Match" ausschlagen.
1900: Zum Abend hin haben wir uns die Challenge gesetzt und schwammen 100 Bahnen im Dachswimmingpool des Hauses.

Ankunft auf Ko Phi Phi - 21.07.
1100: Nachdem wir morgens unsere Sachen fertig gepackt haben passierte nicht mehr viel vor der Weiterreise. Wir entspannten uns im Ruheraum auf dem Dach des Hotels noch etwas und lauschten den Klängen der Stadt. Zur Mittagszeit hin ging es für uns mit einem überfüllten Shuttlebus zu einem Hafen und von dort aus dann mit einem Schiff weiter nach Ko Phi Phi. Die Insel Ko Phi Phi war der Drehort vom legendären Film "The Beach". Welcher auch eigentlicher Auslöser war für mich den Trip nach Thailand zu machen.
Schon von weitem überwältigte der Blick auf die Insel. Ich wusste für meinen Teil sofort dass dies nun der Höhepunkt des Trips werden würde.
1330: Voller Begeisterung gingen wir von Board des Schiffes und wurden erst einmal geflashed von der einzigartigen Atmosphäre die auf dieser Insel lag. Gut 50% der Menschen hier, schienen Touristen zu sein, die gute Laune verbreiteten. Der Weg zu unserem Hotel kostete uns nicht einmal fünf Minuten. Wir sind einfach dem Strand gefolgt und standen auch schon fast vor unserem Hotel. Die Insel schien auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und klar gegliedert. Außen herum die Wälder und Berge und im Kerngebiet die Hotels, der Partystrand, viele Einkaufsmöglichkeiten, Souvenirshops, Tattooläden u.v.m. . Um eines vorweg zu nehmen. Es wurde uns vom Joker gesagt, das die Insel sehr teuer sei, was jedoch überhaupt nicht der Fall war. Auch ein Hotel bekam man hier schon pro Person ab umgerechnet  4 - 5 €uro aufwärts. Auch die Lebensmittelpreise waren hier genauso hoch wie in Bangkok oder Phuket. Nachdem wir also auf der Insel angekommen waren checkten wir in unser Hotel (Pong Pan House) für die nächsten drei Nächte ein. Das Einchecken verlief über einen jungen Kerl der wie es mir schien, durchgehend Stoned war. Das Hotelzimmer war sehr simpel gehalten. Zwei Betten, ein Ventilator, eine kaputte Toiletteneinrichtung und eine Dusche schmückten die Einrichtung. Direkt neben unserem Hotel, keine 20 Meter weiter, wartete ein kleines, thailändisches Restaurant, mit einer alten, herzlichen Frau, die den ganzen Tag Cartoons schaute.
1600: Nach ein wenig Chillout im Hotel gingen wir die Küste des Partystrands entlang soweit es nur ginge. Der Weg war gepflügt mit scharfen, rutschigen Felsen.
Unterwegs trafen wir auf eine ältere Schaukel die zum schaukeln einlud. Zuerst wollten wir einen steilen Abhang herauf klettern um in den Dschungel hinein zu kommen. Wir entschieden uns jedoch schnell dagegen, als uns Mückenschwärme auflauerten. Am Ende der Insel angelangt, fanden wir eine kleine Bucht wo wir tauchen gegangen sind. Das Wasser war glasklar und der Strand so weiß wie auf Karibikfotos. Doch der zauberhafte Schein trügte. Der Wellengang wurde zum Abend hin immer stärker und der Wasserpegel stieg an. Kurz bevor wir wieder zurück gehen wollten, erfasste mich eine Welle und schlug mich um. Ich habe mir am Rücken einen größeren Kratzer zugefügt, welcher jedoch dank des heilenden Meerwassers schnell wieder zuwuchs. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg. Das Wasser stieg und stieg und Gott sei Dank fanden wir auf der Hälfte der Strecke einen Weg abseits des Meeres. Ohne den Pfad hätten wir vermutlich zurück schwimmen müssen.
1900: Zur freundlichen Cartoon-Frau gegangen und dort erst einmal eine ordentliche Portion Reis gegessen. Ein paar Minuten nachdem wir unser Essen bekommen haben, betrat ein cooler Ausländer mit strohigem, langem Haar, Vollbart und Ganzkörpertattoos das offene Restaurant. Er hat sich wohl auf der Insel niedergelassen. Der Typ war braun gebrannt wie ein Schiffsbrüchiger und hat einfach super in das Inselklischee herein gepasst. Er erzählte das er jeden Tag drei mal zu der Frau zum essen ging und immer wieder das gleiche bestellte.
2200: Kurz nach Dämmerung haben Morti, Sascha und ich uns auf den Weg gemacht zum Partystrand um noch ein paar mehr Eindrücke zu sammeln. Schon als wir aus dem Hotel heraus traten konnte man die lauten Bässe und Lieder vom Strand vernehmen. Am Party Beach angekommen bemerkte man sofort die schönen Lichter der Fakeln die am ganzen Strand verteilt waren. Eine unglaublich gute Stimmung ging umher. Leute lachten und tanzten miteinander und vor allem saß niemand an seinem Smartphone! Was mich auch erstmal verwunderte. Aber bei der Stimmung konnte man wohl auch nicht anders. Überall wo man hinsah waren Feuershows und gechillte kleine Sitze wo man Shischa oder Alkohol ordern konnte.

Die Feuershows waren etwas ganz besonderes. Von brennenden Limbostangen über Feuertänze bis hin zu Menschen die sich gegenseitig einen brennenden Ball über Zuschauermengen hin und her geworfen haben. Es gab hier wirklich alles was mit Feuerspielen zu tun hatte. Ich entschied mich beim brennenden Seil springen mitzumachen. Beim ersten mal hielt ich nicht sehr lange durch und wurde schon nach fünf Sekunden vom brennenden Seil getroffen. Aber mich packte die Lust und ich versuchte es noch einmal. Ganz nach dem Geschmack der Zuschauer brachte ich einen kleinen Backflip mit in meine Kür ein. Für meine Leistung habe ich dann sogar einen kleinen Shot Mangoliquör von einer Frau spendiert bekommen. So schön der Abend auch war, waren wir drei so platt wie noch nie und gingen nach ein paar Stunden des feiern zurück zum Hotel. Auf dem Weg zurück trat ich in eine Scherbe rein und schälte mir ein Stück meines großen Zehs ab. Eklig sah es schon aus, jedoch heilte die Wunde schon nach ein paar Tagen aus, dank wieder einmal, den heilenden Kräften des Meeres. Müde fielen wir in unsere Betten und schliefen sofort ein.

Der zweite Tag im Himmel - 22.07.
1000: Sascha ging es leider nach dem aufstehen gar nicht so gut. Er vermutete dass er das Essen bei der guten Frau ums Eck nicht vertragen hatte, so blieb er zuerst mal zu Hause. Morti und ich gingen uns die Insel anschauen und wollten etwas einkaufen gehen. Wir frühstückten Pizza und tranken einen super leckeren Fruchtshake. In Thailand schmeckten Früchte sehr viel besser als in Europa. Vor allem die Bananen, egal in welcher Region, waren hier absolut lecker. Bevor wir zurück zum Bettlägerigen Sascha zurück gingen, kaufte Morten noch ein paar Postkarten für Freunde und Familie. Als wir wieder zurück waren ging es Sascha, nachdem er erbrochen hatte gleich wieder fiel besser. Wir aßen noch eine Kleinigkeit zu Hause und guckten uns noch ein bisschen die Fotos vom letzten Abend an.
1300: In der Mittagssonne gingen wir los zum Pier um ein paar Boote zu beobachten. Auf dem Weg zurück trafen wir auf eine kleine Straßenkatze, die ich am liebsten gleich in meinem Beutel mit genommen hätte.
1900: Als die Sonne unterging haben wir uns aufgemacht um den Partystrand zu besuchen. Feuershows gabs an dem Tag leider keine mehr, jedoch war wohl heute Chillabend und man konnte zu gediegenen Klängen seine Cocktails und sein Bier geniessen, was wir dann zu dritt auch taten.

Hoch, hoch hinauf! - 23.07.
0430: Wir beschlossen früh aufzustehen um uns den Sonnenaufgang auf dem Viewpoint von P.P. anzuschauen. Nachdem wir uns aufgerappelt und die Sachen fertig gepackt haben für den Marsch, gingen wir auch schon los. Es hat nachts geregnet und die Straßen waren sehr nass. Die Nässe machte uns den Aufstieg sehr viel schwerer als zuerst angenommen. Auch die Wege auf den Berg hinauf wurde nicht für jedermann gebaut. Es waren zum größten Teil matschige Forst- und Kieswege die unseren Weg ebneten. Doch letzten Endes kamen wir unversehrt an. Der Ausblick war noch schöner als ich mir vorgestellt hatte. Leider blieb uns der Sonnenaufgang verwehrt wegen einem dichten Nebenschleier, dennoch war der Anblick ein wahrer Traum.


Auf dem Berg lag ein Haus und anliegend ein Sendemast auf dem ich drauf kletterte um einen noch besseren Blick über die Insel zu bekommen. Plötzlich ertönte eine laute Stimme von unten. Es war ein erzürnter Mann, der aus dem Haus geschossen kam. Ihm gefiel es wohl nicht, dass ich auf den Sendemast geklettert bin. Vermutlich war es seiner. Ich kletterte wieder runter und entschuldigte mich bei dem Einwohner. Die Entschuldigung war für Ihn ausreichend und er lud uns ein, in seinem Pavillon, ein paar, uns noch unbekannte Früchte zu frühstücken. Plötzlich fing es an in Strömen zu regnen. Der freundliche, ältere Herr fing an uns etwas über die Insel und die Einwohner zu erzählen. Wie sehr sich die Population der Tiere und auch der Menschen in den letzten zehn Jahren nach dem Filmdreh von "The Beach" veränderten. Er erzählte uns außerdem noch das er jeden Tag das Waldgebiet nach Müll der Touristen absuchen musste, um den Dschungel zu erhalten. Das Leben des Mannes war wohl kein Zucker schlecken. Nachdem der Regen vorbei war, begleiteten wir den thailändischen Bauern mit in seinen Garten, der eine Böschung hinab vom View Point lag. Im Garten wuchs frisches Gemüse und Früchte, sowie Pflanzen und Blumen. Außerdem züchtete der Mann Schmetterlinge, die in seinem Garten in Scharen vorhanden waren.

Am Ende unserer kleinen Tour schrieb uns der Mann noch seine Telefonnummer in den Sand, die Morti abfotografierte. Er lud Morti,Sascha und mich auf eine Bootstour mit seinem Freund ein, den er in Ferne besuchen wollte. Wir nahmen die Einladung freundlich entgegen und versprachen uns bei Ihm zu melden, sobald wir wussten ob wir den Angebot nachkommen konnten. Dann war auch schon der Abschied gekommen und wir machten uns wieder auf den Rückweg. Wir waren uns einig das es großartig war diesen Menschen getroffen zu haben und wollten bald möglich wieder in Kontakt treten.
0830: Auf dem Weg zurück fing es plötzlich an sehr stark zu regnen. Wir zogen unsere Regencapes über und beeilten uns wieder in die Stadt zu kommen. Es kam unglaublich viel Regen vom Himmel hinunter und wir waren trotz Regencape komplett durchnässt als wir wieder im Hotel ankamen. Als wir unsere Capes und restlichen Klamotten zum trocknen aufgehangen haben, legten wir uns noch einmal hin und schliefen nochmals zwei Stunden. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Essen und noch ein wenig Sightseeing in der Stadt.
2030: Am Abend sind wir dann natürlich nochmal los gezogen und haben uns bei einer kleinen privaten Thai-Party ein paar Joints und Bier gegönnt. Ein glorreicher, letzter Tag auf Ko Phi Phi!

Zwischen Palmen und Hängematten - 24.07.
0900: Der Abreisetag stand uns nun bevor. Auf einem Auge traurig und auf den Anderem mit großer Neugier, was uns als nächstes erwartete. Unsere Reise ging nun weiter nach Krabi! Der Joker meinte das wir in Krabi am meisten auf unsere Kosten kommen würden, hinsichtlich der sportlichen Aktivitäten die uns vorschwebten. Es ging also morgens los. Wir fuhren etwa eineinhalb Stunden mit der Fähre bis wir dann am Krabi Pier ankamen.
1045: Nun ging es weiter für uns mit einem Taxi nach Aonang zu unserem Hotel, der PK MANSION (Top View). Sofort beim Verlassen des Taxis wurden wir vom Hotelbesitzer begrüßt. Ein freundlicher, älterer Herr, der mit seiner Familie das Hotel leitete. Nachdem wir eine Einweisung sowie ein paar Flyer von ihm bekommen haben, was wir hier für sportliche Aktivitäten machen konnten, wies uns seine Tochter unser Hotelzimmer zu. Es war mit Abstand das schönste Zimmer, welches wir bis dato in Thailand hatten. Ein sehr großer, lichtdurchfluteter Raum mit riesiger Dusche und vielen Abstellmöglichkeiten für unser Gepäck. Das Zimmer war weiß gefließt und sah aus hygienischer Perspektive makellos aus. Steckdosen gabs genügend und wir hatten sogar einen Fernseher und einen Kühlschrank. Hier könnten sich viele europäische Hotels einmal ein Beispiel dran nehmen! Nachdem wir uns eingerichtet haben, haben wir es uns erstmal gemütlich gemacht und haben nochmal eine Runde geschlafen.
1330: Barfuß los gewandert und uns die Stadt angeschaut. Hier stand ein Souvenirstand nach dem Anderen. Nachdem wir einen Haufen Zeug zu Essen eingekauft hatten und wir es zu Hause abgelagert hatten, gingen Sascha, Morti und ich zum Strand zum relaxen. Ich hatte wegen meiner Verletzung am Zeh meine Liegestütz-Challenge die ich mir vorgenommen hatte, vernachlässigt, was ich am Strand dann nachholte. Morti und Sascha spannten derweil Ihre Hängematten und laßen in ihren Büchern.
1900: Beim nach Hause gehen sind wir zu einem thailändischem Restaurant gegangen, welches direkt neben unserem Hotel lag. Es gab wie immer lecker gebratenen Reis mit Hähnchen und Gemüse. Weil es einfach schmeckt! Als wir wieder im Hotel waren gingen Morten und ich noch einmal zum Hotelbesitzer und meldeten uns für eine Tour für den nächsten Tag an.

Inselerkundung mal richtig - 25.07.
0800: Wie mit dem alten Mann besprochen standen wir um Punkt 8:00 Uhr auf der Matte vor dem Hotel und wurden von einem seiner Mitarbeiter mit dem hauseigenen Taxi zu einer Anlegestelle für Speedboot gebracht denn für uns drei stand heute eine Inseltour über mehrere kleine Inseln auf dem Plan. Leider hatten wir das Speedboot nicht ganz für uns, dafür stimmte aber die Stimmung an Board. Auch unser Guide, ein lustiger kleiner Mann mit sehr gutem Englisch, war immer mal wieder für ein Lacher zu haben.
0900: Nachdem alle Passagiere an Board waren, schossen wir auch schon los. Es war ein herrliches Gefühl, so frei und unbeschwert über die Wellen zu gleiten.

Unser erster Stop war eine wunderschöne Lagune (Hong Lagoon) die in einem Limestone Cliff versteckt war. Bilder sprechen hier wirklich für sich!
Als wir der Lagune wieder entkommen waren ging die Bootsfahrt weiter nach Pak Bia Island. Hier konnten wir nun zum ersten mal richtig über Wasser bouldern. Spätestens hier hat sich der Kauf meiner Wasserschuhe (Vivobarefoot Ultra, Empfehlung als Freizeit- und Wasserschuh von mir) wirklich gelohnt, denn die Felsen waren recht scharf und nur schwer ohne richtiges Schuhwerk zu erklettern.
Dann kam der Zeitpunkt zu dem ich das erste mal schlechte Laune hatte in Thailand. Ein Bademeister pfiff uns von den Steinen herunter. Natürlich zu unrecht, wie wir fanden. Es hatte so viel Spaß gemacht auf den Felsen herum zu kraxeln, leider währte dieser Spaß nur kurz. Nach einer Stunde auf Pak Bia Island ging es auch schon weiter für uns zu einem verlassenen Inselstück mit einem seichtem Wasserbett wo wir zu Mittag gegessen haben.
Es gab Hummer mit Reis in einer scharfen Sauce. Das Mittagessen war inklusive des Trips. Den leckeren Geschmack habe ich noch heute im Mund. Viertes und letztes Ziel unseres Kurztrips war dann Hong Island mit einem Strand, so weiß, wie ich ihn noch nie gesehen hatte.
Morten, Sascha und ich beschlossen erstmal die Dschungelwege zu erkunden, was wir uns nach 100 Metern Barfußgang durch rote Ameisenkolonien dann doch anders überlegten. Wir gingen, oder besser, wir liefen zurück zum Strand. Auf dem Weg zurück sahen wir dann sogar noch eine Riesenechse, die aber schnell das Weite suchte, als Sie uns sah. Wir sprangen erstmal wieder ins Wasser.  Das Wasser war mindestens genauso rein wie der Sand auf Hong Island. Nach ein paar Tauchgängen ging es dann aber leider schon heimwärts für uns, Richtung Aonang. Die Fahrt zurück dauerte länger als eine halbe Stunde. Ich für meinen Teil war schon sehr geschafft nach der tollen Tour. Unser Guide verabschiedete sich von uns und wir wurden zurück zum Hotel gefahren.
1845: Am Abend machten wir uns auf um eine Kleinigkeit zu essen. Wir entschieden uns für einen Italiener. Der Italiener war sehr gut besucht. Wir fanden kaum noch einen Platz wo wir hätten Platz nehmen können, doch letzten Endes fand sich dann doch noch ein Tisch. Jeder von uns hat natürlich eine Pizza bestellt und bekommen haben wir eine Hauchdünne Pizza, wie ich Sie noch nicht erlebt habe. Das war nun wirklich schon übertrieben! Geschmacklich und von der Konsistenz her wie Esspapier. Schnell wurde uns bewusst das wir hier wohl keine "Riesenflache, dünne Pizzadinger - Zitat Sascha" mehr bestellen würden. Wir besuchten nach der Pizzeria nochmal am Abend einen Häagen-Dazs-Shop und gönnten uns ein Eis sowie einen Kaffee. Dann war es aber wirklich Zeit nach Hause zu gehen und das taten wir dann auch.
2115: Zum ersten mal die Glotze angemacht und das erste deutsche Fernsehen und Turbo Dogs gesehen. Dabei sind wir dann auch eingeschlafen.


Deep Water Soloing - 26.07.
1100: Noch am Vortag haben wir beschlossen ein Kanu zu organisieren und eigenständig das Meer zu erkunden. Also sind wir gegen Mittag mit einem Long Tail Boat zu einem anderen Inselstück gefahren um uns von dort aus ein Kanu für drei Personen zu mieten. Es war ein recht starker Wellengang und wir brauchten ein wenig um mit den Paddeln klar zu kommen und uns in einen guten Workflow einzuarbeiten. Als erste Station machten wir an einer kleinen Höhle halt die inmitten von Felsen lag. Es war ein göttlicher erster Halt! Keine Menschenseele weit und breit und dazu Felsen, die zum ins Wasser springen einluden. Nach einer halben Stunde paddelten wir zu unserem nächsten Ziel. Zwei riesig hohe Felsen die wie zum klettern gemacht waren. Morti band das Kanu mit seinem Kletterseil, das er mitgenommen hatte, an einen Felsvorsprung inmitten der beiden gigantischen Felsen fest. Der Start unserer ersten, geplanten Kletteraktion erwies sich als schwieriger als erwartet. Die Felsen auf Wasserhöhe waren Rasiermesserscharf. Nur mühselig kamen wir voran. Ich war auch in diesem Moment heilfroh meine Wasserschuhe zu haben. Als wir die erste Hürde gemeistert hatten, ging es über einen kleinen Kletterpfad seitlich den Berg entlang. Langsam wurde der Aufstieg nun immer schwieriger und teilweise sehr gefährlich, da das Wasser an manchen Stellen seicht war. Ungerne wollte man dort hinein fallen. Nach etwa 7 Metern Höhenunterschied begann dann die wirkliche Kletteraktion. Wir wurden nun noch langsamer als wir eh schon waren und tasteten uns Abschnitt für Abschnitt weiter hinauf auf den Berg. Nach etwa 11 Metern war für Morten und mich Schluss. Sascha kletterte noch etwa einen Meter weiter einen Abschnitt hinauf, der uns jedoch zu heikel war. Wir blieben erstmal dort wo wir waren. Als Sascha auf einen kleinen Felsspalt über unseren Köpfen war, besprachen wir den Absprung der uns nun bevor stand. Das Wasser war zwar klar, jedoch konnte man den Grund nicht deutlich ausmachen. Wir wägten noch ein paar Minuten die Risiken ab bis ich mich als Erster bereit machte zu springen. Es war definitiv der höchste Sprung den ich jemals ins Wasser gemacht hatte. Ich sprang so weit ich nur konnte vom Felsen weg und bei der Eintauchphase berührte ich kurz den Boden. Es war erstmal eine Schrecksekunde unter Wasser für mich, aber dann tauchte ich glücklich wieder auf und suchte eine tiefere Stelle für die Beiden, damit es keinen Unfall geben würde.
Als nächstes sprang Morten und zum Schluss Sascha. Als nun beide gesund ankamen jubelten wir erstmal und schwammen für einen kleinen Snack zu unserem Kanu zurück. Wir umruderten noch einmal die beiden Felsen und wollten ein Seil hoch klettern das an einem Stalaktiten fest gebunden wurde. Es war eindeutig zum klettern gedacht, jedoch fehlte uns die Kraft die wir im Laufe der letzten Stunden verbraucht hatten, um das Seil hoch zu kommen. Wir machten nach der Felsentour noch einmal kurz Halt auf einer kleinen Insel mit einem Strand an dem Müll nur so angeschwemmt wurde und kletterten nochmals einen kleinen Berg hinauf. Sascha nahm sich den Spaß und versteckte sich in einer kleinen Höhle und griff mein Bein als ich vorbei gegangen bin. Ich habe mich nach sehr vielen Jahren zum ersten mal wieder richtig erschreckt. Danke dafür Sascha!
1500: Nach knapp vier Stunden waren wir körperlich am Ende und brachten das Kanu wieder zurück. Wir machten uns dann wieder auf die Rückfahrt mit dem Long Tail Boat nach Aonang.
1800: Am Abend dann gingen wir indisch Essen. Wir versprachen einem Inder schon mehrfach, der auf der Straße Kunden anwarb, seine Lokalität zu besuchen. Es war also höchste Zeit unser Versprechen damit einzulösen. Für asiatische Verhältnisse war es zwar recht teuer bei dem Inder, jedoch war der kulinarische Genuss einzigartig. Noch nie in meinem Leben habe ich so ein leckeres Chicken Korma gegessen. Ich hätte am liebsten dort die ganze Nacht geschlemmt, doch da hätte wohl meine Brieftasche recht schnell den Geist aufgegeben. Zum Schluss haben wir bei unserem freundlichen Hotelbesitzer noch einen Trip für den anstehenden Tag gebucht und damit endete der Tag auch schon.

Don't Feed The Monkeys - 27.07.
0900: Um 9 Uhr morgens ging es für uns dann auch schon wieder los. Der Hotelbesitzer brachte uns mit seinem Auto zum Tiger Cave Temple. Eine riesige Tempelanlage die auf einem hohen Berg lag, den man nur zu Fuß erreichen konnte. Insgesamt 1237 unebene Stufen, die mal sehr hoch oder mal sehr knapp bemessen waren, mussten wir erklimmen um endlich an den Tempel anzugelangen. Auf dem Weg trafen wir mehrfach auf kleine Affenbanden die neugierig unsere Wege kreuzten. Der Hotelier riet uns Sie nicht zu füttern, was wir sowieso nicht konnten, da wir nichts zu essen dabei hatten. Wir waren von Kopf bis Fuß durchgeschwitzt als wir die Spitze erreichten. Die Aktion dauerte gut eine halbe Stunde. Ein unvergleichbarer Ausblick über die ganze Provinz Krabi, inklusive Krabi Stadt und des ganzen Küstenstreifens bis nach Aonang offenbarte sich uns am Gipfel.
Außerdem eine Handpumpe für Wasser, mit der wir uns erstmal herunter kühlen konnten. Der buddhistische Tempel war in jeder Hinsicht ein architektonisches Meisterwerk. Mehrere größere und kleinere Glocken verzierten die Anlage. Inmitten der Einrichtung saß ein meterhoher, goldener Buddha und verlieh der heiligen Stätte eine gar mystische Präsenz die keine Worte fand.
Der Rückweg zum Auto verlief recht einfach. Die Treppen herab zu steigen erforderte weit aus weniger Kraft als Sie hinauf zu erklimmen. Dafür musste man sich hierbei, etwas mehr konzentrieren. Als wir wieder unten am Berg bei dem alten Mann waren, kaufte sich jeder noch ein Eis und dann fuhren wir auch schon weiter zum nächsten Zielort, einer Lagune in einem kleinen Waldstück, von dem wir etwas enttäuscht waren. Die Lagune war nur so von Menschen überfüllt und viel mehr schöner Sachen, außer ein paar Flussläufen, sowie noch nie gesehenen Pflanzenarten bot der Wald nicht. Einzig der Emerald Pool, der in grünem Schimmer, im Sonnenlicht glänzte war eine wahre Augenweide für uns drei.
Die 200 Baht die wir jeder bezahlten, waren hierfür, für thailändische Verhältnisse doch etwas überzogen. Nichts desto trotz verließ uns natürlich unsere gute Stimmung nicht und wir machten uns mit dem Hotelbesitzer weiter auf den Weg zu einem anderen Ziel. Für nicht einmal die Hälfte, um genau zu sein 90 Baht ging es für uns drei weiter zu den Hot Spring Waterfalls. Einer herrlichen heißen Quelle die in einem Fluss mündete. Diesmal begleitete uns der alte Herr auch persönlich zu den heißen Quellen und genoss mit uns das heiße Wasser. Es tat jedem von uns gut mal wirklich etwas zu entspannen und einfach abzuschalten. Ganze zwei Stunden verbrachten wir die Zeit damit, uns im heißen Wasser zu erhitzen und uns im kalten Wasser wieder herunter zu kühlen. Es war ein wahrer Segen für die Hautporen. Nach dieser tollen Entspannungskur fuhr uns der Hotelbesitzer wieder zurück zum Hotel. Wir waren jetzt wirklich geplättet von all den Strapazen des Tages und wollten im Grunde nur noch ins Bett fallen, doch eine Sache blieb noch zu erledigen. Nachdem wir zu Hause waren setzten wir uns spät abends nochmal zusammen an die Rezeption und versuchten einen Plan zu entwickeln, wie wir die letzten zwei Wochen unseres Urlaubs in Thailand verbringen würden. Ich für meinen Teil war hundemüde und konnte mich kaum noch konzentrieren, jedoch konnten sich Sascha und Morti etwas mehr zusammen reißen und stellten einen groben Plan auf die Beine.

Minidome - 28.07.
0900: Wir sind recht spät aufgestanden und haben alles langsam angehen lassen. Nach ein paar Schalen Müsli und Bananen trennten sich unsere Wege zum ersten mal wieder. Ich war noch immer etwas fertig von dem gestrigen Tag und wollte den Tag in Ruhe verbringen. Morti und Sascha wollten nochmal nach Railey raus, um ein bisschen zu klettern und noch mehr von der Gegend zu entdecken.
1000: Morti und Sascha machten sich mit einem Long Tail Boat, wie geplant, auf nach Railey. Ich bin noch etwas zu Hause geblieben, habe meine Sachen für die morgige Abreise gepackt und mich noch etwas gedehnt, bis ich mich selbst auf den Weg gemacht habe zum joggen am Strand. Mehrmals sind mir bei meinem Strandlauf zwei spielfreudige Straßenhunde entgegen gekommen, die mir letzten Endes die ganze Strecke gefolgt sind. Als ich fix und fertig war und kaum noch einen Schritt vor den Nächsten auf dem weichen Sand setzen konnte, machte ich mich auf, mir einen kleinen Snack und ein kühlendes Getränk zu kaufen. Im 7-ELEVEN-Markt hatten sie zufälligerweise Hundefutter im Angebot, welches ich gleich mit kaufte. Ich ging noch einmal zum Strand runter um die Hunde zu füttern, die sich unter einem Steg im Schatten kühlten.
1400: Nachdem ich noch ein wenig spazieren gegangen bin und mir Aonang angeschaut habe, ging ich wieder zurück zum Hotel. Sascha und Morti kamen etwa eine halbe Stunde nach mir wieder zurück ins Hotel und erzählten mir erstmal alles was sie erlebt haben. Auf der Halbinsel Railey angekommen sind die beiden etwas gewandert bis sie an der "armen Ostseite"- Zitat Morti, einen Kletterfelsen mit vorgefertigten Kletterrouten gefunden haben. Die beiden sind etwas geklettert und danach zu einer Lagune an einem Viewpoint gegangen. Um zur Lagune hin zu gelangen, sind Morti und Sascha einen steilen, matschig-tonigen Seilpfad entlang gegangen. Sie brauchten für die Strecke etwa 20-30 Minuten.

Inmitten der Lagune stand das Wasser nur ungefähr einen Meter hoch, trotzdem versank man an manchen Stellen nochmal ein ganzes Stück in der weichen Tonerde. In der Lagune standen hunderte Figuren aus Ton, die Touristen gefertigt haben. Die Beiden nahmen sich natürlich den Spaß heraus und bauten einen "Minidome", der in der Lagune seinen Platz fand und hoffentlich auch heute noch seinen Platz verteidigt.

Anschließend haben die Zwei noch eine Höhle gefunden in der man ohne Taschenlampe leider nicht sehr weit voran kam. Auf dem Weg zurück wollte ein Affe Saschas Rosinenbrötchen klauen. Heldenhaft gelang es Sascha trotzdem die Gier des Affen zu bändigen und das Brötchen zu erretten.
1800: Um dieses glorreiche Erlebnis zu feiern, gingen wir am Abend dann Riesenpizza essen.

Und rein in den Dschungel - 29.07.
0700: Nach dem aufstehen haben wir mal wieder spartanisch mit Cornflakes uns Bananen gefrühstückt, haben unsere Rucksäcke zu Ende gepackt und Morti und Sascha sind schnell noch eine Kleinigkeit für die nächste Fahrt einkaufen gegangen. Es ging an dem Tag nämlich weiter für uns in den Dschungel nach Kao Sok.
0830: Vom Hotel wurden wir mit einem Van abgeholt und nach nicht einmal fünf Minuten Fahrt sind wir in ein anderes Fahrzeug gewechselt. Am Fahrzeug begrüßte uns auch schon freudig und mit einem riesen Lächeln im Gesicht unser Guide. Ein total netter Mensch von dem wir eine Menge lernen konnten. Mit dem Einstieg in den neuen Van begann für uns auch schon die richtige Tour.
0930: Nach etwa einer halben Stunde Fahrt ging es für uns mit ein paar Kanus weiter Flussabwärts durch ein Stück Dschungel. Auf dem Weg konnten wir ein paar Affen und Schlangen in Baumwipfeln erspähen. Auch ein paar einheimische Flosse kreuzten unsere Wege. Als wir mit den Kanus an einem Ufer anlegten ging es für uns zu Fuß weiter durch eine große Kautschukplantage.
Am Ende der Plantage stand eine kleine Holzbaute wo uns Kaffee in Bambustassen serviert wurde. Die Tassen durften wir behalten, jedoch fingen sie zu einem späteren Zeitpunkt im Rucksack an zu schimmeln, weshalb wir die Tassen weg schmeissen mussten. Wir machten noch etwas Rast an dem Holzhäuschen und spielten derweil mit einem Gecko.

Nach unserer Plantagentour ging es wieder zurück zum Anlieger wo die Kanus standen. Wir fuhren nochmals etwas weiter Flussabwärts wo uns der Van dann irgendwann abholte. Unser nächstes Ziel war der Monkey Temple. Dort waren wie nicht anders zu erwarten ein Haufen spielwütiger Affen die wir mit Babybananen und Erdnüssen fütterten. Es ist faszinierend wie präzise Affen greifen können, wenn es um Nahrung geht.
Letztes großes Ziel für den heutigen Tag war dann das Elephant Riding wo wir jedoch beschlossen nicht mitzumachen. Wir waren uns einig das Touristen Elefanten zur Belustigung nicht reiten sollten. Als der Rest der Gruppe unterwegs mit den Elefanten waren, blieben Sascha, Morten und ich mit unserem Guide zurück an einer Raststätte. Wir hatten nun genügend Zeit mit dem freundlichen Guide etwas über die Kultur Thailands zu reden. Er erzählte uns darüber das er sehr gläubig ist und seine Ketten und Armbänder aus Elefantenborsten geflochten, ihm Schutz und Sicherheit im Alltag gewährten. Die Zeit verflog nur so und im Nu war die Gruppe mit den Elefanten auch schon wieder zurück. Nach unserem tollen Gespräch wo wir uns einig waren, dass es das Highlight des Tages war, ging es zu einem kleinen Wasserfall wo wir uns frisch machen konnten. Letztes Ziel für den heutigen Tag war ein beeindruckender View Point von wo man über ein gewaltiges Dschungelstück schauen konnte. Wir machten noch ein paar tolle Errinerungsfotos an die schöne Zeit.


Nach den vielen Erlebnissen des Tages fuhren wir zu unserem neuen Hotel, dem Tree Top Resort. Was sofort auffiel: Die Anlage lag direkt neben einem reißenden Flusslauf mitten im Primärdschungel. Von jetzt an gab es statt Touristen nur noch Geckos, Spinnen, Schlangen, Schmetterlinge, Flughörnchen und noch vieles mehr. Dann hieß es auch schon Abschied von unserem Guide nehmen, doch es sollte nicht das letzte Treffen mit ihm gewesen sein. Nach dem Einchecken wurden wir unserem Bungalow zugeteilt. Wir waren etwas traurig, da uns vom Joker versprochen worden war, das wir in einem Baumhaus übernachten würden, jedoch bekamen wir nur eine kleine Hütte mit zwei schmuddeligen Betten und einem Badezimmer in dem es kein Licht gab. Wir hatten nicht viel Zeit in unserem Zimmer denn es gab gleich auch schon das Abendessen, was wir vorne an der Rezeption gemeinsam mit allen anderen Gästen des Resorts eingenommen haben. Das Essen war meiner Ansicht recht gut, nichts besonderes, leider auch schon zu einem großen Teil kalt, jedoch gab es nichts was nicht schmeckte. Es gab frittiertes Gemüse, Reis, Hähnchen, Meeresfrüchtesuppe und noch ein paar andere Dinge. Um uns zu waschen sind wir dann, statt im Dunkeln die Dusche zu benutzen, einfach in den Fluss gegangen. Die Strömung war wirklich ausgesprochen stark und man musste gut aufpassen das man nicht ausrutschte. Die Wassertemperatur war auch recht kalt, aber dann doch irgendwie ziemlich angenehm.

Listen...a tiger is out there - 30.07.
0730: Wir haben uns ernsthaft gefragt ob sich dieser Teil des Urlaubs überhaupt gelohnt hat, denn bis jetzt hatten wir nicht viel gesehen. Dabei war die Zeit in Kao Sok der teuerste Part unserer Reise. Nun gut, genug Trübsal geblasen und auf zum Frühstück. Das Frühstück war sehr reichhaltig, Toasts mit Honig und Marmelade, Pancakes und sogar Bacon war im Angebot enthalten. Nur leider auch diesmal wieder, wie am Vortag alles schon recht kalt serviert.
0100: Als erstes stand eine kleine Tagestour mit einem neuen Guide auf dem Plan. Super freundlicher Mensch mit einem tollen Fachwissen über Fauna und Flora. Er klärte uns darüber auf, dass der heutige Trip durch einen Dschungelweg führt und wir insgesamt sechs Kilometer Fussmarsch hatten. Skepsis überzog unsere Gesichter. "Sechs Kilometer sind nicht sehr viel für eine Wanderung", haben wir uns gedacht. Wir ließen uns dennoch einfach überraschen was passieren sollte. Schnell wurde klar, warum es nur sechs Kilometer waren. Denn wir machten an jeder kleinen Raupe halt um Sie zu beliebäugeln. Ich hatte nichts auszusetzen, neue Erfahrung zu machen, aber insgeheim ging es mir schon etwas auf den Keks bei jedem kleinen Insekt halt zu machen. Dennoch war es ein schöner Spaziergang und man konnte vieles Neues entdecken. Sascha, Morti und ich sahen zum Beispiel wie schon oben beschrieben "eine Menge" Raupen, kleine Spinnen und andere Insekten, aber auch drei Gibbonartige Affen hingen in dem Bambusgestrüpp über unserem Marschweg.

Mutter Natur bot abseits davon auch noch eine ganze Menge mehr. Der Bambus wuchs über dem Forstweg hoch hinauf und verknotete sich zu einem Dickicht in schwindelerregender Höhe.
Nach dem wir an unserem ersten Zielpunkt, einem weitläufigen Fluss mit starker Strömung angekommen waren, gingen Sascha und ich eine Runde schwimmen. Morten machte derweil ein paar Aufnahmen mit seiner Kamera. Nach dieser erholsamen Abkühlung machten wir uns in der Gruppe wieder zurück zum Hotel auf. Der Witz des Tages gebührte unserem Guide, der eine Andeutung auf ein laut zirpenden Insekt machte, welches sich anhörte wie die Bohrmaschine eines Zahnarztes. Der Dschungelkrieger lehrte uns aber eines besseren und erklärte uns das dies das Gebrüll eines Tigers wäre. Im Ganzen war der kleine Trip doch ganz okay. Man hätte schon gerne mehr von Dschungel gesehen, jedoch kann man solche Aktionen wohl nicht jedem zumuten. Auch so, konnten wir eine Menge über den Urwald und seine Bewohner in Erfahrung bringen.
1530: Nach einem letzten, kalten Mittagessen ist auch schon der Van gekommen und hat uns zurück nach Krabi gebracht. Wir wurden in der altbekannten Tourist Information raus geworfen und durften unseren alten Guide mit den Elefantenhaar-Armbändern nochmals begrüßen. Wie nicht anders zu erwarten, begrüßte er uns auch sehr freudig und überraschte uns mit ein paar frisch gepflückten Mangostane. Wir hatten die Möglichkeit in der Tourist Information zu übernachten. Die Information war nämlich gleichzeitig ein Hostel. Morten, Sascha und ich buchten von dort aus dann auch gleich unser nächstes Reiseziel: Ko Lanta!
1900: Am Abend sind wir dann wieder ans Meer und konnten uns nochmal bei hohem Wellengang im Wasser voll auspowern. Zur Stärkung sind wir danach dann noch zu einem thailändischen Restaurant gegangen wo ich mir die schärfste Suppe der Karte bestellt habe. Sie bestand größtenteils aus Chilischoten, Pfefferkörner, Hähnchen und ein paar andere Einlagen. Höllisch! Nach dem tränenden Ende unseres Mahls, ich hatte stolz aufgegessen, machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel.

Die Höllenfahrt - 31.7.
0730: Aufstehen, Frühstück gekauft und Rucksäcke zu Ende gepackt. Die Routine des üblichen Backpackers beherrschten wir so langsam.
0930: Gegen halb Zehn kam unser Van der uns zu unserem neuen Zielort brachte. Nach zwei weiteren Zwischenstopps, die der Van auf dem Weg einlegte, um weitere Passagiere aufzufangen, war das Vehikel bis auf den letzten Platz befühlt. Für die Weiterfahrt mussten Morti, Sascha und ich mich mit einem weiteren Europäer in der letzten Reihe in die Sitzbank einquetschen. Kein Vergnügen war das. Die Fahrtdauer verlief über mehrere Stunden und zum großen Übel hatten wir ein paar Schweden vor uns sitzen die sich die ganze Fahrt über, ungebremst unterhalten mussten. Gepaart mit unserer problematischen Sitzsituation, könnte man die Fahrt, zu der als nervenaufreibensten zählen, die wir bis dato hatten.
1200: Nach den ersten zwei Stunden Fahrt ging es für uns mit mehreren Autofähren weiter zur Doppelinsel Ko Lanta, im südwesten Thailands. Der Fahrer des Vans machte uns leider erst sehr spät klar, dass wir aus dem Van hätten aussteigen können bei den Überfahrten mit der Fähre, weshalb wir kaum etwas von der Aussicht mitbekommen haben.
Nach 15 Minuten mussten wir auch schon zurück in den Minibus steigen zur Weiterfahrt. Endlich waren wir also auf Ko Lanta angekommen. Die Insel war umgeben von einem kilometerlangen Strand und durch das ortsinnere von Lanta verlief  eine lange Straße, einmal komplett um die Insel herum. Befahren wurde Diese, zum größten Teil nur von kleinen Motorrädern oder Rollern. Links und rechts von der Straße konnte man ab und zu ein paar einzelne Häuser von Einheimischen sehen, jedoch wirklich viel Population gab es auf Ko Lanta, abgesehen von einer kleinen Stadt nicht.
1300: Ankunft in der schönen Hotelanlage "Lanta New Beach Resort". Die Anlage war etwas abgelegen von der Stadt, jedoch konnte man zur Not, alles was man zum Leben brauchte, vor Ort kaufen. Wir bezogen einen schicken Bambusbungalow mit kleiner Terasse, Fernseher, WC, Dusche und zwei Betten. Der Boden war wieder einmal weiß gefliest und absolut sauber. Das schönste am Bungalow war der günstige Preis. Nicht einmal 3€ pro Person kostete uns der Spaß für jede Nacht die wir dort verbrachten. Später sind wir dann noch bei einer liebreizenden Frau, die mit ihrem Mann und ihrem Baby glücklich, ein kleines, offenes, selbstgebautes Restaurant bewohnte, ein leckeres Curry essen gegangen. Die Zutaten für unser Essen kaufte Sie frisch im Nachbarshaus ein. Es war alles sehr schmackhaft und liebevoll zubereitet. Auch das Essen war hier sehr billig, weshalb wir als Ausgleich für das tolle Mahl auch reichlich Trinkgeld gaben. Für uns war jetzt schon klar, das wir die nette Familie noch öfters zum Essen besuchen würden.
1700: Zum Abend hin sind wir dann zu dritt zum Wasser runter gegangen. Ich bin noch etwas den schönen, langen Strand entlang gejoggt und hab ein kleines Cardio Workout gemacht bis es stark anfing zu gewittern. Morten und Sascha haben am späteren Verlauf des Abend dann eine Hängematte aus drei Seilen gebaut. Den Test zur  Tragfähigkeit hat die Hängematte dann auch, nachdem sich jeder von uns einmal drauf geschmissen hat, mit Bravour bestanden. Nachdem die Seile wieder entknotet waren, machten wir uns bettfertig und legten eine letzte Runde "Sally Up and Down" hin.
Wir mussten nun realisieren das am nächsten Tag schon der neue Monat anbrach.So gesehen war nun die erste Hälfte von unserem Thailand Trip vorüber. Wir hatten bis zu dem Zeitpunkt eine Menge erlebt, aber auch schon weit über der Geldmenge ausgegeben was eigentlich in der Planung stand. Uns war bewusst das wir in den nächsten zwei Wochen auf uns allein gestellt sein würden. Gebucht waren die Trips und Reisetransfers nämlich nun nicht mehr vom guten Joker. Aber wir waren zuversichtlich auch dieses Hindernis als Team zu bewältigen.

(1/2)

Donnerstag, 7. März 2013

a bloody hard day

Hallo zusammen,

Rino und ich haben nun schon seit ein paar Monaten unseren Schwerpunkt beim Training auf Challenges gelegt und vor ein paar Wochen haben wir dann beschlossen eine Climbup-Challenge zu machen, welche wir leider erst heute wirklich in Angriff genommen haben. Nun, besser spät als nie!

Heute morgen ging es leider etwas hektisch los da ich am Vortag leider schon sehr früh eingeschlafen bin und ich vergessen habe mir den Wecker zu stellen...

8:00Uhr: Aufstehen!!! Zu spät...na toll. Rino war nach einer kurzen SMS meinerseits erst einmal auf den Weg zu mir. Fix geduscht und fertig gemacht und dann sind wir beide nach kurzem Aufenthalt auch schon los zu Back Factory und haben uns unser Frühstück für unterwegs mitgenommen. In der Bahn dann schnell gefrühstückt und dann war es auch schon soweit.

8:40Uhr: Ankunft am Leineufer. Unser heutiges Areal für unsere Challenge. Es war recht kühl aber das waren wir beide schon vom Training aus dem Winter gewöhnt. Die Trainingstemperatur ist kaum von Bedeutung wenn man in Bewegung bleibt. "Constant Motion" ist die Devise. Also nicht lang geschnackt
und sofort ans Aufwärmen gemacht. Nach ein bisschen Jogging und einem ordentlichen Aufwärmen gings dann auch schon ans Werk.

9:00Uhr: Die ersten Climbups zogen sich leider etwas hin. Man war nun doch noch nicht für diese Art von Bewegung richtig aufgewärmt aber das kommt noch und das wussten wir natürlich auch. Also nicht lang drüber nach gedacht und einfach weiter gemacht.

10:00Uhr: Die ersten 200 Climbups hatten wir in einer Superzeit von etwa 2 Stunde bereits überstanden. Richtig happy und voller Elan haben wir dann auch weiter durchgezogen. Wenn auch, ab dem Zeitpunkt der Dinge etwas langsamer als zuvor. Die nächste Zeit hat sich eigentlich kaum etwas getan. Wir haben einmal die Mauer und unsere Motivationsplaylist gewechselt aber das wars dann auch schon.

12:00Uhr: Climbup 460 - Still strong!



















Die Hälfte war nun schon zum greifen nah, jedoch saßen uns die Climbups dann doch schon tief in unserer Muskulatur. Auch die Finger haben schon langsam angefangen zu Schmerzen aber gerade in solchen Momenten ist der Spaß einfach ein sehr wichtiger Faktor den man bei solchen langwierigen Challenges nutzen muss. Wir sind einfach keine Roboter. Ohne einen Trainingspartner hätte ich mit Sicherheit nicht einmal die Hälfte geschafft heute. Das gegenseitige motivieren ist einfach ein Muss in meinem Trainingstill und ich denke auch nicht das ich mich sehr viel weiter entwickeln würde wenn ich beispielsweise, allein in den Bergen für längere Zeit trainieren würde.

12:05Uhr: Nach nochmal gut 20 Climbups von uns ist uns aufgefallen das sich unsere Schuhe nun langsam auflösen. Ich habe mir extra für heute alte Schuhe rausgekramt die ich sowieso nicht mehr nutze. Deswegen war mir das eigentlich egal, aber bei Rino sah es da dann doch etwas anders aus...

Rinos brandneu gekauften Feiyues nach 480 Climbups (ehm lol)

12:10Uhr: Ein Unglück passiert selten allein. Gerade als Rino sich mit den Gedanken vertraut gemacht hat, dass er seine Feiyues am Ende des Tages weg schmeißen kann rutscht er plötzlich beim hochschwingen von der Mauer ab und stößt mit dem Schienbein an die Mauerkante. Die letzten 15 Ups bis zur Halbzeit waren dann also für mich.

Ouch! Rinos Bluterguss.

12:15Uhr: 500!!! Mittagspause war angesagt. Wir hatten noch ein paar Backwaren von Back Factory übrig die wir uns erstmal schön gegönnt haben. Ich kann mich noch errinern das ich zu dem Zeitpunkt einen riesigen Hunger hatte, weshalb jetzt erstmal zehn Minuten abschalten um zu Essen genau das richtige war.

Mit zittrigen Händen...

12:25Uhr: Leicht demotiviert und mit einem Körper der sich abschalten wollte ging es dann auch schon weiter. Die nächsten Climbups vergingen leider nur sehr schwerfällig. Wir waren müde und wollten einfach nur noch chillen. Rinos Bein schmerzte ihm wohl sehr, weshalb es für ihn auch sicherlich extra hart gewesen sein muss. Aber geprägt von CT Fletchers Motivationsvideo: "It's still yo Muthafu$k!n Set" haben wir nicht aufgegeben. Wichtig war nur, und das wurde uns immer bewusster, das wir nicht mehr kalt werden durften. Es war einfach zu anstrengend und schmerzhaft für die Gelenke, kalt, einen Climbup zu machen.
Auch das zwischenzeitliche Dehnen der beanspruchten Körperpartien war sehr wichtig. Gerade die Handgelenke wurden doch ziemlich beansprucht bei der Aktion. Ein kleiner Mauerwechsel sollte dann auch Frischluft in unseren trägen Rhytmus hinein bringen.

13:45Uhr: Climbup Nummer 700. "Das Quälen nimmt echt kein Ende", habe ich mir gedacht. Meine Hand- und Armgelenke schmerzten sehr. Die Fingerkuppen waren auch so gut wie abgewetzt. Auch die Tatsache das es dann doch noch 300 Climbups sind ließ nicht unbedingt Freude in mir aufkommen. Ich war dennoch heilfroh das es mit Rino doch kein frühzeitiges Ende wegen seines Knies genommen hat und ich den Rest nicht alleine machen musste.

14:20Uhr: Meine blutigen Fingerspitzen nach 770 Climbups

15:15Uhr: Climbup Nummer 900 ist endlich erreicht! Wir sind also auf der Zielgeraden habe ich mir zu dem Zeitpunkt gedacht. Auf diesen Moment habe ich mich sehr gefreut. Nur noch 100 Stück verbleibend! Wir beide hatten ab diesem Zeitpunkt auch keine Zweifel mehr das wir es nicht mehr schaffen würden. Ich freute mich schon jetzt auf eine heiße Dusche und ein Fußbad. Auch eine warme Speise musste so langsam her. Also ging es dann auch gleich mit Schmerz und Eifer auf zum letzten Stück des Berges.

15:45Uhr: Climbup Nummer 998. FINISH IT! Mit letzten Kraftreserven aber einem lächeln auf dem Gesicht gingen wir gemeinsam die letzten zwei Climb Ups an. Und da war es dann auch schon getan.
Zu zweit 1000 Climbups in knappen 6 Stunden!!! Ein Supergefühl. Endlich die Erlösung. :)

Die 10.000 Climbup-Challenge wartet bereits. One day, one day!


Mein Fazit zu all dem ist das es mit Sicherheit ein grandioser Tag war. Ich konnte viele Erfahrungen durch den heutigen Tag davon tragen. Ob es sich für meinen Körper gelohnt hat wird sich erst noch zeigen in den kommenden Trainingswochen. Sicherlich kann man effektiver trainieren aber dies ist doch gar nicht der Punkt bei solchen Herausforderungen. Man will etwas schaffen und sich dadurch weiter entwickeln im Leben. Und das ist auch schon alles.

Gerne möchte ich jedem diese Erfahrung ans Herz legen. Tut euch zusammen und erreicht etwas!

Liebe Grüße,

Dome