Donnerstag, 7. März 2013

a bloody hard day

Hallo zusammen,

Rino und ich haben nun schon seit ein paar Monaten unseren Schwerpunkt beim Training auf Challenges gelegt und vor ein paar Wochen haben wir dann beschlossen eine Climbup-Challenge zu machen, welche wir leider erst heute wirklich in Angriff genommen haben. Nun, besser spät als nie!

Heute morgen ging es leider etwas hektisch los da ich am Vortag leider schon sehr früh eingeschlafen bin und ich vergessen habe mir den Wecker zu stellen...

8:00Uhr: Aufstehen!!! Zu spät...na toll. Rino war nach einer kurzen SMS meinerseits erst einmal auf den Weg zu mir. Fix geduscht und fertig gemacht und dann sind wir beide nach kurzem Aufenthalt auch schon los zu Back Factory und haben uns unser Frühstück für unterwegs mitgenommen. In der Bahn dann schnell gefrühstückt und dann war es auch schon soweit.

8:40Uhr: Ankunft am Leineufer. Unser heutiges Areal für unsere Challenge. Es war recht kühl aber das waren wir beide schon vom Training aus dem Winter gewöhnt. Die Trainingstemperatur ist kaum von Bedeutung wenn man in Bewegung bleibt. "Constant Motion" ist die Devise. Also nicht lang geschnackt
und sofort ans Aufwärmen gemacht. Nach ein bisschen Jogging und einem ordentlichen Aufwärmen gings dann auch schon ans Werk.

9:00Uhr: Die ersten Climbups zogen sich leider etwas hin. Man war nun doch noch nicht für diese Art von Bewegung richtig aufgewärmt aber das kommt noch und das wussten wir natürlich auch. Also nicht lang drüber nach gedacht und einfach weiter gemacht.

10:00Uhr: Die ersten 200 Climbups hatten wir in einer Superzeit von etwa 2 Stunde bereits überstanden. Richtig happy und voller Elan haben wir dann auch weiter durchgezogen. Wenn auch, ab dem Zeitpunkt der Dinge etwas langsamer als zuvor. Die nächste Zeit hat sich eigentlich kaum etwas getan. Wir haben einmal die Mauer und unsere Motivationsplaylist gewechselt aber das wars dann auch schon.

12:00Uhr: Climbup 460 - Still strong!



















Die Hälfte war nun schon zum greifen nah, jedoch saßen uns die Climbups dann doch schon tief in unserer Muskulatur. Auch die Finger haben schon langsam angefangen zu Schmerzen aber gerade in solchen Momenten ist der Spaß einfach ein sehr wichtiger Faktor den man bei solchen langwierigen Challenges nutzen muss. Wir sind einfach keine Roboter. Ohne einen Trainingspartner hätte ich mit Sicherheit nicht einmal die Hälfte geschafft heute. Das gegenseitige motivieren ist einfach ein Muss in meinem Trainingstill und ich denke auch nicht das ich mich sehr viel weiter entwickeln würde wenn ich beispielsweise, allein in den Bergen für längere Zeit trainieren würde.

12:05Uhr: Nach nochmal gut 20 Climbups von uns ist uns aufgefallen das sich unsere Schuhe nun langsam auflösen. Ich habe mir extra für heute alte Schuhe rausgekramt die ich sowieso nicht mehr nutze. Deswegen war mir das eigentlich egal, aber bei Rino sah es da dann doch etwas anders aus...

Rinos brandneu gekauften Feiyues nach 480 Climbups (ehm lol)

12:10Uhr: Ein Unglück passiert selten allein. Gerade als Rino sich mit den Gedanken vertraut gemacht hat, dass er seine Feiyues am Ende des Tages weg schmeißen kann rutscht er plötzlich beim hochschwingen von der Mauer ab und stößt mit dem Schienbein an die Mauerkante. Die letzten 15 Ups bis zur Halbzeit waren dann also für mich.

Ouch! Rinos Bluterguss.

12:15Uhr: 500!!! Mittagspause war angesagt. Wir hatten noch ein paar Backwaren von Back Factory übrig die wir uns erstmal schön gegönnt haben. Ich kann mich noch errinern das ich zu dem Zeitpunkt einen riesigen Hunger hatte, weshalb jetzt erstmal zehn Minuten abschalten um zu Essen genau das richtige war.

Mit zittrigen Händen...

12:25Uhr: Leicht demotiviert und mit einem Körper der sich abschalten wollte ging es dann auch schon weiter. Die nächsten Climbups vergingen leider nur sehr schwerfällig. Wir waren müde und wollten einfach nur noch chillen. Rinos Bein schmerzte ihm wohl sehr, weshalb es für ihn auch sicherlich extra hart gewesen sein muss. Aber geprägt von CT Fletchers Motivationsvideo: "It's still yo Muthafu$k!n Set" haben wir nicht aufgegeben. Wichtig war nur, und das wurde uns immer bewusster, das wir nicht mehr kalt werden durften. Es war einfach zu anstrengend und schmerzhaft für die Gelenke, kalt, einen Climbup zu machen.
Auch das zwischenzeitliche Dehnen der beanspruchten Körperpartien war sehr wichtig. Gerade die Handgelenke wurden doch ziemlich beansprucht bei der Aktion. Ein kleiner Mauerwechsel sollte dann auch Frischluft in unseren trägen Rhytmus hinein bringen.

13:45Uhr: Climbup Nummer 700. "Das Quälen nimmt echt kein Ende", habe ich mir gedacht. Meine Hand- und Armgelenke schmerzten sehr. Die Fingerkuppen waren auch so gut wie abgewetzt. Auch die Tatsache das es dann doch noch 300 Climbups sind ließ nicht unbedingt Freude in mir aufkommen. Ich war dennoch heilfroh das es mit Rino doch kein frühzeitiges Ende wegen seines Knies genommen hat und ich den Rest nicht alleine machen musste.

14:20Uhr: Meine blutigen Fingerspitzen nach 770 Climbups

15:15Uhr: Climbup Nummer 900 ist endlich erreicht! Wir sind also auf der Zielgeraden habe ich mir zu dem Zeitpunkt gedacht. Auf diesen Moment habe ich mich sehr gefreut. Nur noch 100 Stück verbleibend! Wir beide hatten ab diesem Zeitpunkt auch keine Zweifel mehr das wir es nicht mehr schaffen würden. Ich freute mich schon jetzt auf eine heiße Dusche und ein Fußbad. Auch eine warme Speise musste so langsam her. Also ging es dann auch gleich mit Schmerz und Eifer auf zum letzten Stück des Berges.

15:45Uhr: Climbup Nummer 998. FINISH IT! Mit letzten Kraftreserven aber einem lächeln auf dem Gesicht gingen wir gemeinsam die letzten zwei Climb Ups an. Und da war es dann auch schon getan.
Zu zweit 1000 Climbups in knappen 6 Stunden!!! Ein Supergefühl. Endlich die Erlösung. :)

Die 10.000 Climbup-Challenge wartet bereits. One day, one day!


Mein Fazit zu all dem ist das es mit Sicherheit ein grandioser Tag war. Ich konnte viele Erfahrungen durch den heutigen Tag davon tragen. Ob es sich für meinen Körper gelohnt hat wird sich erst noch zeigen in den kommenden Trainingswochen. Sicherlich kann man effektiver trainieren aber dies ist doch gar nicht der Punkt bei solchen Herausforderungen. Man will etwas schaffen und sich dadurch weiter entwickeln im Leben. Und das ist auch schon alles.

Gerne möchte ich jedem diese Erfahrung ans Herz legen. Tut euch zusammen und erreicht etwas!

Liebe Grüße,

Dome