Freitag, 7. April 2017

Kalifornien 2016 (1/2)

First things first...
Im Juli habe ich mich mit einem Kumpel aufgemacht um die schönsten Ecken von Kalifornien zu erkunden. Die Planung für den Trip startete etwa ein halbes Jahr zuvor. Eigentlich hatte das nicht viel mit Planung zu tun. Die billigsten Flugtickets im Netz gesucht (und auch denke ich gefunden), ein größeres Auto zum schlafen gemietet und das wichtige ESTA-Einreiseformular beantragt. Den Rest wollten wir einfach relaxed auf uns zukommen lassen. Ja und die Zeit verstrich dann auch so schnell, dass es auch schon Juli war! Unsere Reise startete am 05. Juli und endete am 29. Juli.

Day of flight - 05.07.
Es begann alles um 06:30 Uhr (MEZ) als mein Wecker klingelte. Ich habe zu meinem eigenen erstaunen Schlafen können, wie ein Baby und durfte dadurch frisch erholt in den Tag starten. Um 7:15 Uhr holte ich meinen Reisebegleiter Rino von zu Hause ab und wir fuhren dann um 7:45 Uhr los zum Flughafen in Hannover, von wo aus wir unsere gemeinsame Reise antreten sollten. Um 8:15 Uhr startete der Check-In und dann durften wir noch einmal zwei Stunden warten bis wir endlich im Flieger von British Airways saßen. Zwischenstopp: London-Heathrow! Der Flug war sehr angenehm und ruhig.

Auf ein kleines Selfie mit dem Captain

Um 12:36 Uhr (GMT) sind wir dann in London gelandet. Wir mussten nun leider erst einmal mit dem Shuttlebus um den halben Flughafen herum fahren, um ans richtige Gate für American Airlines zu gelangen. Jeder der schon einmal in London gewesen war, weiß wie riesig LHR ist. Als wir dann endlich am richtigen Gate angekommen waren, fing das nächste Boarding auch bereits an und um 14:00 Uhr startete auch schon unsere Maschine nach Los Angeles. Ich war sehr zufrieden mit meinem großen Sitz und Filme gab es reichlich an Board der Boeing 777. Einzig das Essen war nicht so das Wahre. Es gab zum Mittag eine kleine Hühnerbrust mit Kartoffelpüree und Bohnen. Dazu einen Salat und ein Brötchen mit Frischkäse. Zwischendurch gab es noch ein kleines Eis und etwa eine Stunde vor Ankunft noch diverse Snacks. Alles in allem war das Essen in Ordnung.

Grillkäse und Petit Four aus der Pappbox

Nach einem langen Film versuchte ich etwas zu schlafen und wie von Zauberhand gelang mir das auch binnen wenigen Sekunden. Ich schlief fast den gesamten Flug durch und wachte erst zur Landesequenz wieder auf.

Eine unglaubliche Sicht über Island

Wir landeten um 16:47 Uhr (PST) in Los Angeles. Schon nach ein paar Schritten im Flughafen musste ich stark schmunzeln als sich ein paar Cleaner, mit Wischmob in der Hand, im krassesten Slang über das Leben und die Welt unterhielten. Die langen Gänge von LAX waren unglaublich farbenfroh und offen gehalten. Der Kontrast zu zum Beispiel HAJ, der eher Grau und mit Kunstlicht durchströmt ist, war hier riesig. Allerdings trug hier im Flughafen gefühlt, jeder zweite Mitarbeiter eine Waffe und eine schutzsichere Weste. Das war zu Hause Gott sei Dank noch nicht nötig. Nach einem immens langen Check-Out waren wir knapp eine Stunde zu spät am Rental Shuttle Bus, als geplant. Dennoch war das beim Rental Service gar kein Problem. Zur Dämmerstunde hatten wir dann endlich unsere Autoschlüssel. Draußen auf dem Parkplatz war dann auch schon das gute Stück.


Unser Auto für die kommenden Wochen: Toyota Sienna Minivan

Man merkte so langsam, dass der Tag einem doch ziemlich geplättet hat. Wir waren jetzt bereits mehr als 21 Stunden unterwegs und es war noch immer der 05.07.16. Das war bis dato der längste Tag meines Lebens. Wir machten uns auf den Weg zu einem 7/11 Store in Inglewood. Ich hatte tierischen Hunger und holte mir ein, in Plastik eingeschweißtes Sandwich, was im ersten Moment sehr lecker aussah, jedoch furchtbar eklig schmeckte. Der Geschmack von kaltem Speck und Plastik machte sich nach dem ersten Bissen sofort in meinem Mund breit. Ich konnte es einfach nicht zu Ende essen obwohl ich bei der Essensauswahl normalerweise wirklich überhaupt nicht wählerisch bin.

Das Sandwich des Grauens

Inglewood ist eines der miesesten Ghettos von L.A., doch wir waren so müde, dass wir uns einen Parkplatz vor einem Walmart im selbigen Stadtteil suchten und auf der Rückbank des Autos gegen 22:30 Uhr sofort einschliefen.

City of Angels - 06.07.
Nach einer langen Nacht im harten Kofferraum quälten wir uns aus dem Auto. Es war noch immer Mitten in der Nacht. Gerade einmal 4:00 Uhr zeigte mein Handy an. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zu einer Tankstelle die Straße herunter. Es war kaum ein Mensch unterwegs. Ich konnte in aller Stille die Atmosphäre auf mich wirken lassen. Riesige, unebene Straßenplatten auf denen die bekannten US-Hydranten Platz fanden und hohe Palmen, alle paar Meter die aus den Boden ragten. An jeder Ecke gab es Telefonmasten, dessen Stromleitungen sich in alle Himmelsrichtungen verstreuten. Teilweise hingen sogar Schuhe an den Leitungen. Die Farbe der Schuhe sollte Gangs bekanntlich signalisieren, auf welchem Bandenviertel man sich momentan bewegt. Nun ja, bei der Tankstelle angekommen, liefen uns drei Kinder über den Weg, die, wie es den Anschein hatte, Süßigkeiten an der Tanke gekauft hatten - um halb fünf Uhr morgens! Wir kauften uns eine kleine Erfrischung und gingen danach wieder zurück zum Auto. Ich sortierte ein wenig meine sieben Sachen, die ich für die Reise mitgebracht hatte. Gegen 5:30 Uhr gingen wir zu einem Denny's Diner in der Nähe vom Walmart Parkplatz, wo wir auch parkten, um zu frühstücken. Uns empfang eine freundliche Kellnerin am Eingang und brachte uns zu einem Tisch. Ich konnte mir wieder einmal das Schmunzeln nicht verkneipfen. Die Atmosphäre des Restaurants entsprach genau meinen Vorstellungen eines echten American Diner. Stimmige Radiomusik beschallte den, im 50er Jahre Retro-Look gestalteten Raum. Ich bestellte mir ein Sandwich mit gebratetem Speck, Eiern, Schinken und Schmelzkäse. Dazu serviert wurden Hash Browns mit Marmelade. Am Vortag hatte ich das wohl schlechteste Sandwich, was ich je gegessen hatte und am Morgen darauf wohl das beste. Ironie des Schicksals.

Der beste Start in den Tag

Es war wirklich verdammt lecker. Und für $9.35 zzgl. etwas Trinkgeld, bin ich pappsatt geworden. Gegen 8:00 Uhr sind wir zu Walmart gegangen. Noch so eine harte Nacht wollte ich nicht durch machen, also beschloss ich das Auto mit einer Matratze auszukleiden, leider war der Walmart recht klein gehalten und bot nicht das, was ich für den Ausbau suchte. Wir fuhren mit dem Auto zum nächsten Walmart Center nach Lynwood, wo wir auch gleich eine Schaumstoffauskleidung für das Auto kauften. Nun war das Auto kuschelig. Jetzt konnte unsere Reise richtig los gehen. Erster Halt: Santa Monica Beach. Der Verkehr spitzte sich auf dem Weg immer weiter zu. Man kam am Ende nur noch schleppend voran. Aber das machte überhaupt nichts, da einem die Szenerie als Tourist voll und ganz vom Vekehrsstress ablenkte.


Die Straßen von L.A.

Über den Highway kamen wir dann nach Santa Monica. Eine ganz andere Welt offenbarte sich plötzlich, als wir in Santa Monica unser Auto parkten und die Straße runter zum Muscle Beach gingen. Ich freute mich auf meinen neuen Spielplatz wie ein kleiner Junge an Weihnachten. Es war ein unglaublich tolles Gefühl, dass erste Mal an den Ringen zu hängen. Nachdem sich meine Hornhaut von meiner linken Hand verabschiedet hatte, gingen wir noch einmal ans Meer und spazierten unter den Santa Monica Pier hindurch. Dann setzten wir unsere Reise fort zum Venice Beach. Das erste was ich machte, war mir in einem der Strandshops in Venice ein Penny Board zu kaufen. Nun war man auch deutlich schneller unterwegs als zu Fuß. Die Straßen waren wie dafür gemacht zu skaten. Ich fuhr noch ein bisschen Venice Beach ab und dann kehrten wir auch schon um, zu unserem Auto. Es blieb noch ein bisschen Zeit für einen kleinen Abstecher nach Hollywood. Wir gingen einen Teil des Walk of Fame entlang, aber waren etwas zeitlich gebunden, da uns unsere Parkuhr nur eine Stunde Aufenthalt gewährte. Wir konnten an dem Tag nicht wirklich viel Hollywood zu Gesicht bekommen, aber haben uns vorgenommen, dass zu einem späteren Zeitpunkt auf unserer Reise nachzuholen. Als die Sonne so langsam unterging, fuhren wir nach Malibu, um uns einen Schlafplatz zu suchen. Wir hielten auf einem wunderbaren, kleinen und ruhigen Parkplatz in Nähe einer Bibliothek und des Legacy Parks. Es trieb uns noch einmal ein wenig auf Erkundungstour. Wir entdeckte eine kleine Shoppingmeile namens Malibu Country Mart. Etwas Abseits davon, führte mich mein Weg zu der Malibu Lagoon. Ein größerer Tümpel der für verschiedene Vögelarten eine vielseitige Nahrungsquelle bot.


Ein bisschen Ruhe geniessen

Weiter unterhalb der Lagune war dann auch schon das Meer zu sehen. Ich entschloss einmal schnell rein zu springen. Gegen 22 Uhr ging ich wieder zurück zum Auto und legte mich zum Schlafen nieder.

And a diet coke please - 07.07.
Um 5:00 Uhr habe ich mich aufgemacht um ein wenig am Malibu Canyon zu joggen. Es war noch sehr Frisch draußen. Ich zog mir deshalb einen Pullover über. Nach einer viertel Stunde kam dann plötzlich die Sonne am Horizont hervor und schlagartig wurde es gefühlt 15°C wärmer. Nun bereute ich, dass ich meinen Pullover mitgenommen hatte. Ich bindete mir meinen Pullover und mein Tshirt um meine Hüfte und joggte schweißgebadet weiter die Hügellandschaft hinauf. Die Hauptstraße war mit kleinen Nebenstraßen durchzogen, die fast alle als "Privat" mit Schildern gekennzeichnet waren. Widerum besaßen ein paar dieser Privatstraßen sogar kleine Aufsichtshäusschen, in dem Securitypersonal saß. Als ich mich auf den Rückweg machte, sah ich ein kleines Kojotenrudel, welches an mir, auf einer Wiese vorbei zog. Ich hatte ein bisschen Angst, dass die Biester mich von hinten anfallen würden, aber die hatten dann doch besseres im Sinn und wir verloren uns gegenseitig, nach kurzer Strecke, aus den Augen. Als ich wieder beim Auto war, sind wir mit den Penny Boards los gezogen um Malibu zu erkunden. Wir haben einen Zugang gefunden zu der Malibu Private Beach Side. Von dort aus gingen wir ein wenig zu Fuß am Strand entlang und bewunderten die schönen Strandhäuser. Mit unter, kamen wir sogar am Haus vom "Two and a Half Men"-Filmset vorbei. Unterwegs fand ich eine Designer Sonnenbrille, die einfach so am Strand lag.

Zuhause wird sich darüber sicherlich jemand freuen

Ich habe mal gegoogled und nach meiner Recherche lag der OVP Preis der Sonnenbrille bei $319. Naja gut, wer hier lebt, der hat es ja anscheinend sowieso Dicke. Letzten Endes kamen wir wieder am Strand bei der Malibu Lagoon raus. Ich sprang noch einmal ins Meer um mich frisch zu machen und dann gingen wir zu Starbucks frühstücken.

Caramel Macchiato und Griechischer Joghurt

Gegen Mittag setzten wir unsere Reise fort über den U.S. Highway 101 nach Ventura. Unterwegs verschlug es uns in das Fastfood Restaurant In-N-Out Burger. Ich lehne mich jetzt einmal so weit aus dem Fenster und behaupte, dass man nirgendwo sonst so versaute Sachen kriegt wie bei In-N-Out. Die Standard-Speisekarte ist recht simpel gehalten. Es gibt ein paar Burger, Milkshakes und Frites. Dann gibt es widerum aber noch ein Not so Secret-Menu, welches auf spezielle Kundenwünsche ausgearbeitet wurde, wie z.B. die Animal Style Frites die mit mehreren fettigen Saucen überzogen wurden. Oder den Protein Style Burger, der statt einem Brötchen mit Salat umwickelt wird. Es gibt auch Legenden die über ein Secret-Menu berichten. Diese besagen, dass es z.B. Kunden möglich sei, einen 100x100 Burger mit 100 Fleisch Patties und 100fach Käse zu ordern. Gegen Nachmittag sind wir dann in der Küstenstadt Ventura angekommen. Das kleine Städtchen hat einen der längsten Stege, den ich je gesehen habe. Vom Ende des Stegs aus, konnte man Albatrosse beobachten, wie sie im Sturzflug, mit dem Kopf voran nach Fischen getaucht sind. Später sind wir noch etwas durch Ventura gelaufen und ich habe mir ein Tank Top in einem American Apparel Store gekauft. Dann sind wir mit dem Auto zu unserem nächsten Halt nach Santa Barbara aufgebrochen. Als wir in der schönen Hafenstadt angekommen waren, war es schon recht spät und wir sind früh schlafen gegangen.

Out there on Highway 1  - 08.07.
Gleich nach dem Aufstehen ging es von Santa Barbara weiter den weiten Weg nach Monterey. Die Fahrt war sehr lang und zwischenzeitig haben wir es auch geschafft uns einmal total zu verfahren. Auf halber Strecke hielten wir an einem abgelegenen Fischersteg. Der Steg ragte tief bis in das Meer hinaus. Er lag inmitten eines langen Sandstrands.


Hearst San Simeon State Park

Es war kaum eine Menschenseele zusehen. Gerade einmal drei Fischer die auf dem Steg ihr Glück beim Angeln versuchten und eine kleine amerikanische Familie die sich ebenso wie wir die Beine vertreten hatten, von der Autofahrt. Nach einer kleinen Erkundungstour ging es weiter in Richtung Monterey. Wir hatten immer noch gut 100 Meilen vor uns. Diesmal fuhren wir auf dem berühmten Highway 1 entlang. Eine wunderschöne Landschaft folgte der Nächsten.


Den Pacific Coast Highway 1 entlang

Die Meilen ratterten wir mit dem Auto ab, wie im Flug. In Amerika macht es wirklich Spaß lange Strecken mit dem Auto zu fahren. Dem ist alleine schon zu verdanken, dass die Sprit-Preise in den Staaten um einiges günstiger sind als in Deutschland. Zum Mittag hin waren wir dann auch schon in Monterey. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Auto fuhren wir zum Monterey Sports Center zum schwimmen. Anders als hier in Deutschland sind Schwimmbäder in den USA ausschließlich zum Streckenschwimmen gedacht. Spaßbäder gibt es zwar auch vereinzelnd, jedoch überwiegen ganz klar die Bäder die wirklich nur einen großen Pool haben. Und der ist dann eben nun mal zum schwimmen da. Noch ein gravierender Unterschied ist die Tatsache das man bei einem Schwimmbadbesuch in den Staaten Handtücher bekommt. Auch die Sauna muss man meistens nicht extra bezahlen und gehört beim Eintrittspreis dazu. Als wir mit dem Schwimmen fertig waren ging es noch einmal einkaufen und dann fuhren wir den Highway 1 zurück um dort vor Monterey an einer Klippe zu übernachten. Bevor ich zum Schlafen ging, kletterte ich noch  ein wenig die wundervolle Felslandschaft entlang. Man kam bis ans Meer runter.


Wie zum Klettern gemacht

Dort unten hieß es jedoch Vorsicht walten zu lassen. Das Wasser peitschte nur so und preschte immer wieder gegen die Felsen vor. Ich habe noch nie so viele unterschiedliche Krabben auf einem Haufen gesehen, wie hier immer und immer wieder angeschwemmt wurden.

Along with the sea creatures - 09.07.
Am nächsten Morgen war ich auch wieder an den Klippen klettern. Danach fuhren wir zurück nach Monterey um die Stadt zu erkunden. Ich nahm mein Penny Board mit, um ein wenig Monterey Bay hoch und runter zu fahren. Die Straßen waren wie in L.A. auch hier wie gemacht zum skaten. Am Vormittag gingen wir ins Monterey Bay Aquarium. Eines der größten Aquarien der Welt.

Der Weg zum Aquarium

Schon die Eingangshalle weckte meine Entdeckungslust. Riesige alte Maschinen, die z.B. zur Konservierung von Sardinen verwendet wurden, beschmückten die gigantische Halle. Das Aquarium hatte mehr als 200 Becken. Von sehr kleinen Becken, die zur Schaustellung von Seeanemonen o.Ä. präsentiert wurden, bis hin zu riesigen Aquarien, wie beispielsweise das The Outer Bay-Becken, dass unter anderem einen weißen Hai, einen Mondfisch, Hammerhaie und andere seltene Fischarten beherbergte. Das Entertainment-Angebot umfasste vielerlei Möglichkeiten. Vor allem um interessante, neue Dinge über das Meer und ihre Bewohner zu lernen. Wir sahen uns z.B. eine Pinguin-Fütterung an oder haben uns im Auditorium einen Beitrag über Tiefseekreaturen im Monterey Canyon angehört.






Das Monterey Bay Aquarium

Gegen Nachmittag ging es dann mit dem Auto zurück auf den Pacific Highway 1. Wir wollten vor Einbruch der Dunkelheit nämlich noch San Francisco erreichen. Vor uns lagen nun noch einmal knapp 120 Meilen der schönsten Landschaftsabschnitte dieser Welt. Als wir gegen Abend nach einem langen Verkehrsstau in der Innenstadt von S.F. angekommen waren, gingen wir noch einmal ein wenig die umliegenden Straßen erkunden und dann war es das auch schon für diesen Tag gewesen.

Wishin' I was fishin' - 10.07.
Erstes Ziel war Fisherman's Wharf. Dort angekommen sind wir entlang der Küste erst einmal spazieren gegangen und haben so ziemlich alle Piers von San Francisco abgeklappert. Natürlich haben wir auch den berühmten Pier 39 besucht. Der Pier war voll mit tollen Souvenirläden und Süßigkeitenständen.



Bummeln am Hafen

Ich habe mich etwas geärgert, dass ich nicht mein Penny Board mitgenommen habe, da die Straßen hier perfekt zum cruisen waren. Zum Mittag waren wir in einem kleinen Diner. Dem Pier 23 Cafe. Das Essen war für den Preis sehr gut. Ich bestellte mir frittierten Fisch mit Wedges und eine Cola. Das mit der Cola war recht witzig, da das Glas mit Salzwasser-Eiswürfel gefüllt war. Hatte aber irgendwie etwas.


Fish & Chips am Pier 23 Cafe

Wir gingen noch einmal kurz zu Fuß in die Innenstadt bevor wir dann nach Chinatown aufgebrochen sind. Die steilen Straßen von S.F. die mal hinauf und im nächsten Moment wieder hinunter gingen, schaffte das Auto nur mühselig. Ich kann mir vorstellen, dass hier viele Straßen, für manche Autos gar nicht befahrbar sein können, wegen dem extremen Steilgrad der Landschaft, auf dem die Stadt aufgebaut wurde. Chinatown war eine ganz andere Welt. Unglaublich wie viele Menschen hier am handeln und feilschen waren. Die Gerüche waren gewöhnungsbedürftig, aber nun mal eben Teil der hier angesiedelten Kultur. Es roch nicht einmal schlecht nur eben an manchen Orten sehr nach alten Fetten und Ölen, was mein feines Europäer-Nässchen wohl nicht ganz so gut aufnehmen konnte. Abends haben wir dann in der Nähe der Piers direkt am Bay Trail das Auto abgestellt.

Herr Möwe war ganz und gar nicht Kamerascheu

Ich machte mich gleich danach auf den Weg zum Crissy Field East Strand, der anliegend an unserem Parkplatz lag. Ich sprang noch einmal in die eiskalten Fluten. Vom Schwimmen kann ich in San Francisco wirklich nur abraten. Die Wassertemperatur beträgt hier gefühlte 10°C und wird durch den meist sehr starken Wind, nicht gerade gemindert. Als kurzen Muntermacher war es jedoch herrlich. Zu doof nur, dass mein nasser Körper, nach einem kleinen Sturm wieder voller Sand war.


Den Sonnenuntergang ablichten

Pigeons here taste like shit - 11.07.
Als erstes Tagesziel habe ich mir vorgenommen, von unserem Stellplatz aus, bis zur Golden Gate Bridge zu laufen. Es waren schon zu so früher Stunde unzählige Jogger unterwegs. Auch Absperrungen für einen Wettlauf, der an dem Tag statt fand, wurden von vielen Helfern, zu früher Stunde aufgebaut.


Marathon in der Stadt

Ich bevorzugte es jedoch auf dem Bay Trail alleine zu joggen. Als ich unterhalb der Golden Gate Bridge ankam, musste ich erst einmal Bauklötze staunen, wie riesig die Brücke eigentlich war und wie klein man sich doch darunter vorkam. Als ich wieder zurück beim Auto war, fuhren wir in den Haight-Ashbury Stadtteil. Dem Hippie-Viertel von San Francisco. Hier war wirklich nochmal alles anders und nichts gleich. Überall bunte Farben, die die Häuserwände verzierten. Dazu gab es dann lässig-locker angezogene Menschen, die sich hier aus allerlei Länder versammelt hatten. Auch Bettler, die mit lustigen Sprüchen um Geld schnorrten, waren hier auf Schritt und Tritt zu sehen. Zwischen Shisha- und Second Hand Klamotten Läden beherbergte das Viertel hier auch einige große Musikläden, wie dem Haight Ashbury Music Center, indem man eine gigantische Vielzahl von alten LP's und Musikinstrumente kaufen konnte. Nachdem wir einige Läden abgeklappert hatten, gingen wir von Haight Ashbury, in den anliegenden Golden Gate Park. Der Park war leider mehr ein Sammelplatz für Junkies und Obdachlose, als das, was er auf Fotos im Web vermuten gelassen hat. Dennoch war es doch überwältigend, dass sich der Grünstreifen hier, quer durch halb San Francisco durczog. Nach einem kleinen Mittagessen bei einem Whole Foods Markt suchten wir eine neue Parkmöglichkeit für unser Auto. Es verschlug uns in den Licoln Park. Hier gab es inmitten von Wäldern, eine schöne, lange, leere Straße, wo wir unser Auto abstellen konnten. Rückwirkend gesehen, vielleicht nicht die beste Idee gewesen, da ich später gelesen hatte, dass der Lincoln Park ein sehr genutzter Drogendealer Hot Spot sei. Wir gingen vom Lincoln Park, noch einmal bis zu den Piers spazieren. Ich nahm auch mein Penny Board mit, um damit ein wenig die Straßen abzufahren. Wir fanden ein paar historische Verteidigungsbatterien die im ersten Weltkrieg die Küste von San Francisco verteidigt hatten.

Training an den alten Verteidigungsanlagen

Als wir bei den Piers ankamen, erkundigte ich mich bei einem netten Verkäufer danach, ob es noch Tickets auf die Alcatraz-Insel, am nächsten Morgen zu verkaufen gab. Er musste nur lachen und sagte zu mir, dass alle Fahrten bis Ende August ausgebucht wären. Wir aber gute Chancen hätten, auf die Fähre um 9:30 Uhr, wenn wir uns vier Stunden früher, also um 5:30 Uhr, an die Schlange anstellen würden.

Ein paar Corn Dogs mussten zum Trost genügen

Da lehnte ich doch dankend ab und dann ging es auch wieder zum Auto. Nach insgesamt fünf Stunden Fußmarsch, es war schon dunkel geworden, waren wir dann endlich wieder am Auto zurück.

The golden hour - 12.07.
Um 8:30 Uhr aufgewacht und nach einem guten Frühstück sind wir zu einem Schwimmbad in der City gefahren. Leider hatte das Schwimmbad nicht für unsere Altersgruppe zu der Zeit geöffnet, zu der wir schwimmen gehen wollten. Es fand gerade ein Kinderschwimmkurs statt. Statt darauf zu warten, dass das Schwimmbad wieder frei wurde, verließen wir früher als geplant San Francisco und sind nördlich über die Golden Gate Bridge zu einem kleinen Vorort namens Sausalito gefahren. Dort sind wir zu einem Motel, namens Tamalpais Motel gefahren und haben für $140 eine Nacht eingecheckt. Der Preis war ziemlich überzogen aber es war mal wieder Zeit eine Nacht in einem richtigen Bett zu schlafen. Nach einer langen Dusche fuhren wir nochmals los, die Hauptstraße von Sausalito entlang, zu einem Italiener und haben uns an leckerer Pasta und Pizza (zusammen $40) satt gegessen.

Pizza und Pasta

In Folge dessen, ging es dann zurück zu einem View Point in der Nähe der Golden Gate Bridge. Wir genossen von dort den Sonnenuntergang der über San Francisco einbrach, bevor wir dann wieder zurück ins Motel gefahren sind.



Dieser eine Moment, wenn die Sonne untergeht

Auf der Fahrt zurück brannten meine Augen extrem vom Sonnenuntergang, trotz getragener Sonnenbrille. Ich konnte mir nur schwer ausmalen, wie es wäre, wenn ich keine Brille aufgehabt hätte.

It's like the gold rush again - 13.07.
Nach dem Aufstehen habe ich mir noch einmal eine richtig schön heiße Dusche gegönnt und dann sind wir nach dem Check-Out zu einem Waschsalon zum Waschen unserer Klamotten gefahren. Das warten stellte sich als kleine Geduldsprobe heraus. Ich vertrieb mir die Zeit damit, ein paar Postkarten zu beschreiben. Nachdem unsere Sachen nach knapp eineinhalb Stunden dann endlich gewaschen und getrocknet waren, fuhren wir weiter zu einem Walmart Megastore und haben einmal richtig versaut eingekauft.

An den Kuchen erinnert man sich gerne zurück

Es folgten etwa 100 Meilen schönste Landstraßen bis wir in der Stadt Sacramento ankamen. Es verwunderte mich etwas, wie klein diese Stadt doch war. Aber ich war wohl einfach nur etwas verwöhnt von den Metropolen von San Francisco und Los Angeles. Wir suchten uns ein Parkhaus und ich machte mich mit dem Penny Board auf, ein wenig die Stadt zu erkunden. Ich sah mir zuerst das Kapitol an, welches von einem wunderschönen Park umschlossen war. Dann ging es weiter in Richtung Old Sacramento. Die Straßen waren leider nicht alle so schön betoniert wie in L.A. und überall auf den Gehwegen ragten Bodenplatten uneben heraus, was das skaten ein bisschen zur Tortur gemacht hat. Dennoch habe ich das in Kauf genommen, denn auf dem Board war ich um einiges schneller als zu Fuß. Als ich die Straßen so entlang fuhr, kam ich zu einem Garage-Gym, dass sich wie der Name schon vermuten lässt, in einer Garage eines Einfamilienhauses befand. Ein paar Leute waren dort ordentlich am pumpen. Ich hätte dort sehr gerne ein wenig mitgemacht, aber die Menschen dort sahen sehr fokussiert aus und ich wollte nicht weiter stören. Ich setzte meinen Weg weiter fort und kam zu einer Unterführung, die das normale Stadtviertel von Old Sacramento abtrennte. Ich sah mich selbst in der Zeit um viele, viele Jahrzehnte zurückgesetzt als ich die Unterführung auf der anderen Seite wieder verließ.



Old Sacramento

Es fuhren keine Autos auf den Straßen, sondern lediglich ein paar Pferdekutschen. Von modern-betonierten Häusern war hier kaum eine Spur zu erkennen. Es wurde alles im charakteristischen Holz- und Backsteinstil der 50er und 60er Jahre gehalten. Neben den Touristen trugen die Menschen dort meist nur typisch blaue Jeans, eine lockere Weste und natürlich einen Cowboyhut. Ich unterhielt mich mit einem freundlichen Souvenirverkäufer ein wenig über die Stadt und auch über Deutschland. Sein Sohn sei mit der Schulklasse momentan dort und das er selber im neuen Jahr auch wieder hin fliegen wolle. Tropical Island und das Bier sei wohl sehr berühmt in den Staaten und generell soll wohl Berlin das neue Silicone Valley sein. Damit hat der Herr dann wohl den Technologiepark von Berlin gemeint. Der Mann zeigte mir noch ein paar Fotos von ihm und seiner Familie mit der er vor ein paar Jahren zum ersten Mal in Deutschland war und irgendwann verließ ich dann den Laden um mir weiter die Stadt anzuschauen. Ich kam am Railroad Museum vorbei, welches ich allerdings nicht besucht habe, weil es mir dann doch etwas zu teuer war und mir die Zeit fehlte. Mein Weg führte mich weiter über alte Eisenbahnschienen entlang, einer imposanten Eisenbahn zum Sacramento River. Im Fluß stand ein wunderschönes, altes, weißes Dampfboot was sich bei näherem Betrachten als Hotel entpuppte. Dann wurde es so langsam wieder Zeit in Richtung Auto aufzubrechen. Wir wollten an dem Tag nämlich noch zum 150 Meilen von Sacramento entfernten Lake Tahoe fahren. Als ich wieder am Auto war, wartete Rino schon und wir fuhren dann endlich los. Wieder einmal durch wohl die schönsten Landschaften die Amerika zu bieten hatte. Beim Lake Tahoe dann angekommen hielten wir an einem der zahlreichen Grillplätze und ich ging zuerst einmal ein wenig im Wasser wattwandern.

Lake Tahoe

Lake Tahoe erinnerte mich mit seinem niedrigen Wasserpegel stark an den Bodensee. Nur eben mit mehr Felsen, einer schöneren Aussicht und kristallklarem Wasser. Nach der kleinen Erfrischung für meine Füße im Wasser, ging ich noch etwas auf Entdeckungstour entlang des Sees, bis ich dann am Abend zurück am Auto war. Am Grillplatz, an dem wir unser Auto abgestellt hatten, fand ebenso eine Gruppe Rentner ihren Platz. Das kleine Grüppchen saß in Campingstühlen am Strand und ein älterer Herr erzählte den Menschen Geschichten aus der Bibel. Auch hier konnte ich kurzerhand vernehmen, dass streckenweise über deutsches Bier diskutiert wurde. Es ist in den Staaten also wirklich in aller Munde. Wortwörtlich.

Bibelstunde 

Der freundliche Redner aus dem Stuhlkreis, kam in einer Pause zu uns und bot uns an von dem Grillgut zu essen, welches die Gruppe zu Hauf aufgetischt hatte. Wir lehnten jedoch freundlich ab obwohl es wirklich sehr gut roch. Bevor es dunkel wurde, machte ich mich noch einmal auf an den Strand und setzte mich auf einen der größeren Felsen am Wasser um mein Logbuch weiter zu schreiben. Ich nahm mir einmal die Zeit um ein paar Fotos von meinen treuen Vivobarefoot Schuhen zu machen als mich plötzlich eine Biene in meinen Mittelfuß gestochen hatte. 

Da zieht man seine Schuhe nur einmal kurz aus

Wieder zurück am Wagen lauschte ich noch ein wenig den Geschichten, die der Mann am Sitzkreis zu erzählen hatte und es war überwältigend. Alles schien im Einklang gewesen zu sein. Die diebischen Vögel zwitscherten und tanzten um den Grillplatz herum, der immer noch nach köstlichem Essen roch, die See die am Rauschen war, das milde Klima und natürlich der Redner, der mit ruhigen, ausgeglichenen Tonfall seine spannenden Geschichten erzählte. Nach diesem Festival der Sinne fuhren wir noch einmal weiter in die anlegende Stadt Reno, um dort zu nächtigen.

I found what I'm looking for - 14.07.
Früh morgens ging es los von Reno, die Grenze von Nevada entlang, in Richtung Yosemite National Park. Wir fuhren über den atemberaubenden Tioga Pass, der östlich vom Yosemite Valley lag. Der Pass befand sich auf 3031 Meter Höhe. Was am ständigen Druckwechsel im Auto auch immer mal wieder sehr deutlich wurde. Als wir den steinigen und kiesbedeckten Tioga Pass durchquert hatten, konnte man mit ansehen, wie es immer grüner und grüner wurde. Man konnte sich ab dem Zeitpunkt nur schwer ausmalen, wie hier solch grüne Wunderwelt unter den Schnee- und Eisbergen im Winter bedeckt werden würde. Ein Wasserfall folgte hier dem nächsten, als wir uns dem Valley immer weiter näherten.

Atemberaubende Felslandschaften

Der Nationalpark bietete verschiedenste Wanderwege in allen Schwierigkeitsstufen von 20 minütigen Spaziergängen bis mehrtägigen Wandertouren. Im Zentrum des Yosemite Nationalparks wurde auch der Verkehr zunehmend dichter - Stau im Nationalpark. Das doofe am Stau war nicht das lange warten, sondern die fehlende Ventilation im Auto. Die Klimaanlage hat im Stillstand kaum nutzen und die Fenster konnte man leider nicht richtig öffnen, auf Grund von riesige Insektenschwärmen. Als die Stauzone dann endlich passiert war, konnten wir weiter in Richtung Visitor Center fahren um dort in der Nähe unser Auto abzustellen. Man konnte schon von weiten aus immer wieder die Hot Spots des Parks wie den Glacier Point oder den Half Dome sehen.

Wie klein man sich doch fühlen kann

Der Glacier Point ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte des Yosemite Nationalparks. Von hier aus hat man eine unglaubliche Aussicht auf das ganze Yosemite Valley, als auch das Wahrzeichen des Nationalparks, den Half Dome. Diesen 2.693 Meter hohen Berg kann man in einer 8 bis 12 stündigen, 25 Kilometer langen, Wanderung besteigen. Die 45° starke Steigung der letzten 120 Meter, der Wanderung muss man mit Hilfe eines Drahtseils bewältigen. Auf Grund der Massen an Besuchern kommt es hier allerdings regelmäßig zu Engpässen und langen Wartezeiten auf dem Berg. Die Wanderung hatte mich zwar sehr interessiert, vor allem der Ausblick von dort oben soll gigantisch sein. Wegen der vielen Urlauber haben wir uns aber gegen eine Besteigung entschieden. Stattdessen ging es dann das Valley erkunden. Ich war in einem eiskalten Bach schwimmen und habe vielerlei Felsen erklettern können.


Monkey Style

Überall im Park hat man strahlende Gesichter der Menschen gesehen. Als es Abend wurde, fuhren wir mit einem glücklichen, und einem traurigen Auge, auf dem Yosemite Central Highway aus dem Park heraus um dann in der Stadt Fresno unser Auto für die Nacht abzustellen. Obwohl das kleine Städtchen nur knapp 50 Meilen vom Yosemite Parkrand entfernt lag, war es hier so heiß, dass man es kaum ertragen konnte. Das Thermometer zeigte 32°C an als wir abends in Fresno ankamen. Die Temperaturen sollten hier am Tag bis zu 45°C ansteigen. Für mich war es unfassbar, dass hier wirklich Menschen lebten. Vor allem aber Leute aus ärmeren Verhältnissen schienen hier Fuß gefasst zu haben. Das sah man aber auch schon an den brüchigen Häusern und den aufgerissenen Straßen. Auch die Tatsache das hier größtenteils nur Mexikaner und Schwarze lebten, ließ leider darauf schließen. Auch Ganggruppierungen kristallisierten sich hier durch die einheitsfarbliche Kleidung heraus. Mir kam es so vor, als ob wir eigentlich nicht hier sein sollten, doch wir beschlossen trotzdem, eine Nacht vor einem mexikanischen Supermarkt zu verbringen. Wir gingen bei Round Table Pizza eine überteuert-pappige Pizza essen, bevor wir versuchten bei der Hitze im Auto ein wenig Schlaf zu bekommen. Es war noch bis Nachts um 01:00 Uhr sehr schwül, sodass ich kaum ein Auge zubekommen konnte.

Locked up - 15.07.
Ich bin um 9:30 Uhr schweißgebadet aufgewacht, dann sind wir raus aus Fresno zum Kings Canyon National Park gefahren und anschließend noch in den anliegenden Sequoia National Park, um die Riesenmammutbäume zu sehen, die dort seit über 2000 Jahren fest verwurzelt sind.


Redwood Trees

Die Mammutbäume werden bis zu 115 Metern hoch und wirken durch ihre enorme Breite nochmals um einiges mächtiger. Abgesehen von den wunderschönen Bäumen gab es hier auch tolle Wanderpfade, auf denen man an jeder Ecke etwas neues entdecken konnte. Wir beschlossen statt in Richtung Death Valley, zurück nach L.A. zu fahren. Jeder von uns hätte sicher gerne das Tal des Todes gesehen aber die Hitze machte einen in den Breitengraden einfach zu sehr zu schaffen. Und im Valley sollte es nochmals bis zu 10°C heißer werden. Wir machten uns also wieder auf den Weg zurück nach Los Angeles. Gegen Abend kamen wir dann endlich nach 200 Meilen Autobahn in Santa Clarita an. Wir machten halt im Westfield Valencia Town Center, um bei Lucille's Smokehouse Bar-B-Que Essen zu gehen. Zuerst einmal mussten wir warten, dass ein Platz für uns frei wurde. Wir haben uns in der Zeit das Town Center angesehen, welches einer typisch- amerikanischen Mall ähnelte. Hier  gab es natürlich allen möglichen Merch zu kaufen. H&M, Foot Locker, Apple Store, Macy's, Starbucks, etc, etc. Als endlich der Tisch bei Lucille's frei wurde, haben wir genüsslich zu Abend gegessen.

Ein Steak mit Homemade Lemonade

Nach unserem Mahl suchten wir uns mit dem Auto einen Schlafplatz in der Nähe für die kommende Nacht. Wir fanden eine ruhige Einbahnstraße in der kein weiteres Auto stand, was zu dem Augenblick schon sehr ungewöhnlich für Los Angeles schien. In der Nacht hörten wir ein metallenes Geräusch hinter uns. Ich schreckte im Auto auf. Ein Polizist hatte mit einer Schranke die Straße versperrt. Nach ein oder zwei Minuten stieg der Polizist wieder in sein Auto ein und fuhr davon. Ich checkte erst einmal die Lage und überprüfte ob sich die Schranke wieder öffnen ließ. Da fiel mir auch gleich das große Schild auf, mit der Aufschrift "Bus Station" das keinem von uns bei der Einfahrt aufgefallen ist. Gott sei Dank war die Schranke nur angelehnt, sodass wir uns schneller Hand aus dem Staub machen konnten.

Meeting an old friend and making a new one - 16.07.
Morgens ging es zum frühstücken zu IHOP. Es gab leckere Pancakes. 


Blueberry Pancakes

Danach sind Rino und ich zum Griffith Park gefahren, um zum Hollywood Sign hoch zu kraxeln. Es war ein relativ langer und steiler Weg, auf einer sehr staubigen Straße. Als wir oben waren, hatte mich allerdings viel mehr die Aussicht über L.A. fasziniert, als der Schriftzug selbst.

So nah, aber doch so fern

Den Weg runter bin ich dann gelaufen, in gut 1/4 der Zeit, die ich für den Aufstieg benötigt hatte. Weiter ging es mit dem Auto in Richtung Walk of Fame. Dort hat Chris mit seiner Crew schon auf uns gewartet. Gemeinsam sind wir dann für eine kleine Trainingssession nach Santa Monica zum Muscle Beach gefahren. Dort haben wir dann Freundschaft mit Yoshiki aus Japan geschlossen. Er war in Kalifornien um Yoga Kurse anzubieten. Gemeinsam haben wir dann trainiert. Er zeigte uns ein wenig seine Welt und wir Ihm dafür unsere.

Santa Monica Challenge Mood

Yoshiki war der erste Mensch, der sofort auf Anhieb erkannt hatte, was es mit meinem Satori-Tattoo auf meinem rechten Oberarm, auf sich hatte. Nach ein paar kraftvollen Stunden, sprang ich noch einmal schnell ins Meer hinein und ließ mich ein wenig von den Wellen treiben.

Mit Vollgas

Dann wurde es so langsam dunkel und es hieß fürs erste Abschied nehmen. Wenn wir mal nach Japan kommen würden, sollten wir unseren neuen Freund kontaktieren.

Kontakte knüpfen

Dann sind wir gemeinsam mit Chris nach Malibu gefahren, waren bei Starbucks eine Kleinigkeit essen und dann musste Chris auch leider schon wieder los zurück in sein Hotel. Rino und ich sind dann gleich in Malibu geblieben und haben auf unseren geliebten Parkplatz in Malibu, auf dem wir am Anfang unserer Reise schon waren, übernachtet.

Trip to San Diego - 17.07.
Nachdem Rino und ich ein paar Besorgungen bei Walmart gemacht hatten, fuhren wir wieder zurück zum Santa Monica Beach, um uns den Vormittag über, mal ausgiebig am Strand zu sonnen und die Zeit langsam und erholsam verstreichen zu lassen. Die Sonne knallte ganz schön, was durch den kühlen Pazifikwind allerdings kaum spürbar wurde. Ich ging mich immer mal wieder im Meer abkühlen oder machte ein paar kleine Spaziergänge entlang des Strandes. Am späten Nachmittag setzten wir uns ins Auto und fuhren in Richtung Süden nach San Diego. Wegen des massiven Verkehrs brauchten wir fast vier Stunden, für läppische 120 Meilen, bis wir endlich da waren. Dafür wurden wir dann in der schönen Stadt San Diego mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang, an einer alten Eisenbahnstrecke belohnt.

Sonnenuntergang an den Schienen

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Kommentare:

Markus hat gesagt…

Schöner Eintrag. Mann die kalifornische Berglandschaft!

Dome hat gesagt…

Hey danke Markus!!! :)