Donnerstag, 13. April 2017

Kalifornien 2016 (2/2)

A world famous zoo for a reason - 18.07.
Durch Bauarbeiten geweckt, machten wir uns auf, in Richtung San Diego Zoo. Unterwegs hielten wir noch in einer kleinen Bäckerei um zu frühstücken.


Eine Tüte Chips als Beilage

Gleich danach ging es dann weiter zu dem nicht mehr weit entfernten Balboa Park, wo auch der Zoo gelegen war. Aus dem Auto konnte man schon sehen, dass der Zoo ein riesiges Areal vom Balboa Park einnahm. Als wir dann vor dem Zoo Eingang standen, musste ich erst einmal schlucken. $50 Eintritt pro Person. Das war schon eine Ansage. Aber wir ließen uns davon nicht abhalten. Gleich nach dem Kassenbereich wurden wir herzlich von den Zoo-Animateuren begrüßt und wurden mit einem kleinen Film über Verhaltensweisen im Zoo, belehrt. Dann öffneten sich uns die Tore zum Zoogelände. Zuerst einmal wurden wir zum Kennenlernen mit einem Bus durch den Zoo gefahren und danach durften wir dann selbst die Gebiete erkunden. Von beeindruckenden Raubkatzen, über seltene Reptilienarten, bis hin zu skurril aussehenden Vögel. Der Zoo schien nichts zu haben, was es nicht gibt!




Verrückte Tierwelt

Auch eine Fahrt mit dem tollen Sky Lift ließen wir uns nicht nehmen. Der Sky Lift startete an einer Seite des Zoos und endete an der anderen. 

Alles im Überblick

Am Nachmittag waren wir vom vielen Gelaufe ziemlich geplättet. Wir setzten uns ins Auto und fuhren zu einem Whole Foods Market in der Nähe, um erst einmal etwas in den Magen zu bekommen. Man kann über Whole Foods sagen was man will, aber ich habe es wirklich lieben gelernt, in der Zeit die wir jetzt schon in Amerika waren. Nach dem Mittagessen, fuhren wir wieder zurück nach L.A.. Es war schon spät geworden und wir wurden etwas vom Stau erfasst. Wir beschlossen auf halben Wege auf einer Raststätte zu übernachten.

Life's at ease with an ocean breeze - 19.07.
Früh morgens ging es dann weiter nach Los Angeles zurück. Diesmal auch komplett ohne Stau. Erst als wir uns der Innenstadt näherten, ging es wieder einmal nur schleppend voran. Wir stellten das Auto in Santa Monica ab, gingen zum Frühstück in einen Whole Foods Market in der Nähe und chillten wieder gemächlich unser Leben am Strand. Man merkte langsam wie die Tage ruhiger wurden und sie sich von einem energieraubenden, stressreichen Road Trip zu einem entspannten, erholsamen Urlaub entwickelten. Ich hatte an dem Tag viel Zeit damit verbracht, bei einem langen Strandspaziergang, über mein Leben und meine Zukunft nachzudenken. Es war ein gutes Gefühl, dass leider immer etwas zu kurz kam, in den vorherigen zwei Wochen. Mental dadurch gestärkt, sprang ich in die Fluten des Pazifik und ließ mich eine Weile von den Wellen treiben, bis mir kalt wurde. Danach legte ich mich wieder in die Sonne und machte ein Mittagsschläfchen. Am Nachmittag ging es dann noch ein zweites Mal zu Whole Foods um etwas für den Abend einzukaufen.

Unser Energielieferant Nummer 1

Als Schlafplatz durfte dann wieder der Legacy Park in Malibu herhalten. Mein absoluter Geheimtipp, wenn es darum geht, seinen Camper umsonst in Los Angeles abzustellen.

From Downtown to Tokyo - 20.07.
Nach einem Frühstück bei Whole Foods fuhren wir nach Downtown, dem kulturellen Herz der Stadt. Was sofort auffiel: Zwischen Wolkenkratzern und Bürogebäuden gab es hier wohl die größten Armutsfälle, die ich bislang selbst miterleben konnte. Einen Mittelstand zwischen Reich und Arm schien hier augenscheinlich gar nicht zu existieren. Downtown war für mich wie verhext. Wir starteten im Financial District, in Nähe des U.S. Bank Towers einen Spaziergang.


Die schöne Seite von Downtown

Nur ein paar Straßen weiter entfernt, war es, als ob man durch eine unsichtbare Wand brechen musste, um mit einem Mal in einem Albtraum zu landen. Wo gerade noch saubere Straßen mit prunkvollen Monumenten lagen, waren nun Bürgersteige, mit einem Haufen aneinander gereihten Zelten zu finden. Die Menschenmassen verwandelten sich von weißen Kaufmännern mit schicken Anzügen, zu schwarzen Obdachlosen, die ihre Habe in Einkaufswägen durch die Gegend fuhren. Die Luft wurde zunehmend dicker, als wir immer weiter durch den neuen Bereich von Downtown marschierten. Wo ich zuerst als Mitmensch überhaupt nicht wahr genommen wurde und eher auf Ignoranz stoß, wurden mir nun feindliche Blicke zugeworfen. Als ich Gelegenheit fand und diese Feststellung im Geiste reflektieren konnte, wusste ich nicht was ich für mich als Besser befinden sollte. Nachdem wir das Armutsviertel dann hinter uns ließen, ging es weiter in Richtung South Park, dem Vergnügungsviertel von Downtown. Hier gab es Orte wie das Staples Center, das Broad Museum oder die Walt Disney Concert Hall zu erkunden. Gegen Mittag fuhren wir mit dem Auto nach Little Tokyo, was ebenso noch in Downtown lag. Es war ein relativ kleines Viertel, mit etwa eine Duzend Straßen. Ich war total begeistert von der Architektur und mir kam sofort in den Sinn, nach der Amerikareise, gleich in das nächste Flugzeug nach Japan zu steigen. - Was natürlich nur ein Wunschdenken war! Rino und ich kamen leider zu einer etwas ungünstigen Zeit an, denn fast alle Läden hatten gerade wegen der Mittagspause geschlossen. Dennoch haben wir zwei, drei offene Geschäfte gefunden, indem wir uns ein paar T-Shirts als Andenken gekauft haben. Auch an dem ein oder anderen typisch-japanischen Spielzeugladen, mit Actionfiguren und allerlei Manga und Anime Krams im Sortiment, machten wir Halt. Es war wie in einem Traumland, aus dem wir uns nur schwer wieder losreißen konnten. Nach diesem interkulturellen Spektakel ging es wieder mal nach Santa Monica. Diesmal aber nicht um sich an den Strand zulegen, sondern um mit dem Penny Board ein wenig die Gegend unsicher zu machen. Die Strandpromenade war zum skaten wie geschaffen. Vorbei an unterschiedlichen Surf- und Skateshops und anderen interessanten Geschäften, kamen wir dann nach einer Weile in Venice an. Hier gab es eine Menge Straßenstände, wo man selbstgemachte Souvenirs wie alte, bemalte Skateboarddecks kaufen konnte. Auch Pseudoapotheken, wo man Marijuana "gegen Kopfschmerzen" einnehmen konnte, waren in Venice sehr beliebte Hotspots für Touristen. Die größte Touristenattraktion waren hier allerdings mit Sicherheit die Street Performer. Es hat unglaublichen Spaß gemacht so etwas mal in größeren Rahmen live mitzuerleben. Am späten Nachmittag ging es dann zurück zu unserem guten, alten Campingplatz in Malibu. Bevor es komplett dunkel wurde, ging ich alleine runter ans Meer zur Malibu Lagoon. Dort wartete noch immer eine Balance Challenge, die ich mir am Anfang der Reise ausgeguckt, aber nie so wirklich in Angriff genommen hatte.

Das Geländer

Ich zog meine Schuhe aus und balancierte los. Am Anfang noch recht gelassen, verbiss ich mich allerdings irgendwann zu sehr und dann fiel mir jeder Schritt schwerer und schwerer. Meine Füße wurden immer schwitziger und ich dachte jeden Augenblick, dass ich fallen würde. Nach langen 5 Minuten schaffte ich es dennoch erleichtert und trocken auf die andere Seite. Mir fiel nicht auf, dass mich eine kleinere Gruppe an Menschen während des Balanceakts beobachteten. Erst als sie mir am Ende vollends enthusiastisch applaudierten, nahm ich sie für wahr und bedankte mich verlegen für den Beifall. Gegen 20 Uhr war dann Schlafenszeit. Rino und ich entschieden uns morgen einen Trainingstag einzulegen.

An appointment with a bar - 21.07.
Mit einem leeren Magen ging es durch den engen Stau auf dem Pacific Coast Highway wieder in Richtung Santa Monica. Bevor wir aber zum Strand fuhren, wollten Rino und ich mal ordentlich frühstücken, also fuhren wir zu einem Denny's in der Nähe. Am besten schaut man übrigens bei solchen amerikanischen Restaurantketten auf die Nutrition List, wenn man vorhat, günstig, richtig schön satt zu werden. Letzten Endes entschieden wir uns aber für zwei dicke, fette Sandwiches mit Speck, Eiern, Cheddar und viel Schinken für schlappe 1000 Kalorien pro Sandwich. Mit vollem Magen fuhren wir dann weiter durch den immer mehr zunehmenden Stau, bis wir dann irgendwann endlich an den Santa Monica Muscle Beach angelangten. Heute hieß es, endlich mal wieder auspowern. Und das tat ich dann auch. Vor allem die Traveling Rings, an denen man sich von Ring zu Ring schwingen musste, haben mich nach einer Weile ziemlich fertig gemacht. Ich musste dann aber leider aufhören, da meine Hornhaut zu stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Weiter ging es dann auf einen Parallelbarren und zum Schluss dann noch an die Klimmzugstangen. Nach etwas über zwei Stunden war ich dann platt. Ich kam mit einem der CA Biester, Moustapha, der dort tagtäglich trainierte ins Gespräch und konnte viel über ihre Trainingsmentalität und die "freundlichen" Rivalitäten zwischen Bay Area und hier in Erfahrung bringen. Sich gegenseitig im Training zu pushen und beizustehen, war hier unter Freunden das höchste moralische Gebot, für Moustapha. Nachdem meine Muskulatur genügend brannte, kühlte ich mich zur Erholung genüßlich im Ozean ab. Das salzige Wasser heilte meine immer noch blutenden Hände in wenigen Minuten und kühlte meinen Körper angenehm runter. Nach der Erfrischung legte ich mich noch eine Weile an den Strand und schlief beinahe sogar ein. Am späten Nachmittag haben wir uns dann Abendessen, in Form von Tortillas, Salat, Salsa und Guacamole bei Whole Foods besorgt und sind wieder zurück zum Legacy Park gefahren. Später am Abend ging es dann zum Essen runter an die Malibu Lagoon. Auch die Rail Balance Challenge habe ich erneut in Angriff genommen, doch auf den letzten Metern verließ mich mein Fokus und ich musste knapp vor dem Ziel vom Geländer abspringen. Glück für mich, dass ich auf dem Geländer schon so weit voran gekommen war, dass ich bei dieser "gezwungenen" Notlandung kaum nass wurde. Ich durfte also in trockener Kleidung dann den Heimweg antreten.

Make yourself at home - 22.07.
Der Tag begann mit einem herzhaften Frühstück im Marmalade Cafe in Malibu. Ein Burger mit frischen Früchten für knapp $13.

Wenn es auch mal etwas teurer sein darf

Das ruhige Leben in Malibu hatte definitiv seinen Preis. Das kleine Frühstück hatte sich aber dennoch gelohnt, da der Burger sehr lecker war und die Früchte frisch. Nachdem wir mit dem Auto wieder den Stau auf dem Pacific Highway überwunden hatten, fuhren wir zu einem unserer Whole Foods Market des Vertrauens und kauften Lebensmittel für den Tag ein. Es war wirklich schade, dass unser Auto kein Kühlschrank an Board hatte. Wir mussten immer mal wieder Einbußen deswegen machen. Wurst und Aufschnitt konnten wir z.B. gar nicht kaufen. Auch bei gewissen Milchprodukten waren wir immer auf der Hut, nicht zu viel zu kaufen, damit wir Diese immer am gleichen Tag aufbrauchen konnten. - Von dem Wunsch immer gekühlte Getränke während längeren Fahrten zu haben, möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen. Rino und ich hatten in der vorherigen Woche, nach der San Diego Tour beschlossen, keine größeren Strecken mehr zu fahren, weshalb ich dann am 18. für die letzte Woche unseres Aufenthalts in Amerika, ein Airbnb gebucht hatte. Um 14:00 Uhr war dann der Check Inn. Das Haus von Daryl, unserem Host, lag in Downtown. Ich hatte zwar einen Haustür-Sicherheitscode für einen Self Check Inn von Daryl per SMS bekommen, aber unser Host hatte trotzdem die Zeit gefunden, um uns persönlich an seiner Haustür zu begrüßen. Man merkte sofort, dass das Haus gerade sehr in Renovierungsarbeiten verstrickt war. Im unteren Geschoss roch es überall nach Farbe und Baumarkt. Ich kam mit dem guten Daryl gleich super ins Gespräch. Mir fiel sein cooles Profilfoto bei Airbnb auf, wo er versucht hatte, ein Stück Berliner Mauer hochzuspringen. Er erzählte, dass er letztes Jahr in Berlin gewesen war und das Foto so entstanden sei. Das tollste für ihn an Deutschland war übrigens die Tatsache, dass man Wasser ohne Bedenken aus der Leitung trinken konnte. Er erzählte auch noch darüber, wie er das Haus im letzten Monat erworben hatte und die Renovierungen deshalb noch in vollen Zügen stand. Leider war in unserem Zimmer im 1. Stock die Klimaanlage noch nicht installiert worden, doch dafür wurden wir mit einem super Ventilator vertröstet, der seinen Job mehr als gut gemacht hatte. Als sich Daryl wieder seinen Renovierungsarbeiten zugewandt hatte, nutze ich die Zeit und machte die Runde im Haus.

Das neue Airbnb

Wir hatten im Grunde alles was man sich Wünschen konnte. Ein eigenes Zimmer, was wir auch abschließen konnten, Internetanschluss, einen großen Fernseher, ein frisch tapeziertes Badezimmer mit Warmwasserdusche. Sogar eine Kaffee- und Donut Flatrate war in dem günstigen Angebot mit enthalten. Es gab in unserem Zimmer zwar nur ein Bett, aber mich lächelte sowieso viel mehr der weiche Teppich an, auf dem ich dann auch mein Lager aufschlug. Zum Abend hin schaute ich mal wieder ein paar gute, alte Folgen O.C. California auf meinem Handy. Ich hatte die Erinnerungen an die Serie eigentlich schon völlig aus meinem Gedächtnis verdrängt gehabt, aber irgendwie konnte der Aufenthalt in Los Angeles diese wieder hervor holen. Die Serie packte mich so, dass ich bis in die Nacht hinein, eine ganze Staffel geschaut habe. Nostalgie pur!

Everybody goes to Hollywood - 23.07.
Ich bin um 7:30 Uhr aufgestanden um ein bisschen in Downtown joggen zu gehen. Die Luft war unglaublich drückend. Das war nicht allein der Hitze zu verschulden, sondern eher dem unangenehmen Geruch, der sich durch das ganze Viertel zog. Mal roch eine Straße wie ein Bahnhofsklo und die nächste dann wieder, als ob man durch eine Seitengasse in Bangkok gelaufen wäre. Generell blieb ich aber fast nur auf einer Straße, der South Hoover Street, damit ich mich nicht verlaufen konnte. Irgendwann am Ende der South Hoover Street, kam ich dann zur USC, der University of Southern California. Ich schaute mir ein wenig den noch leeren Campus an, bis ich dann wieder den Rückweg antrat. Auf dem Nachhauseweg kam ich an einem Fastfood Laden vorbei und musste kurz Halt machen, als ich fast von dem Geruch, von alten Frittierfett umgeworfen wurde. Als ich kurz vorher wieder zu Hause war, lief mir dann ein Huhn über den Weg. Das hat mich schlagartig an den Film Rocky erinnert. Die Szene wie Rocky das Huhn von Mickey fangen musste war legendär. Ich ließ das Huhn allerdings fürs Erste in Ruhe. Zu Hause angekommen nahm ich erst einmal eine Eisdusche und dann haben Rino und ich gefrühstückt. Zusammen gings dann mit dem Auto nach einem Best Buy Elektronikmarkt in der näheren Umgebung. Ich wollte mir eine Canon EOS 6D Kamera kaufen und mal nach einer neuen Drohne Ausschau halten. Danach sind wir zum Hollywood Walk of Fame gefahren und haben dann dort die Zeit mit einem Souvenir-Einkaufsbummel totgeschlagen. Ansonsten gab es auch nicht wirklich viel mehr, was mich hier angesprochen hätte. Die Straßen von Hollywood waren schmutzig und rochen nicht gerade berauschend. Das größere Übel war allerdings, dass der komplette Walk of Fame bis in die kleinste Ecke kommerzialisiert war. Bei nahezu jedem Schritt wurde man von schreienden Tour Guides belästigt. Und wenn man ein Foto mit den verkleideten Stars und Sternchen machen wollte, durfte man dafür ordentlich per Vorkasse bezahlen. Gegen 16:00 Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Zuhause angekommen wurde mir leicht schwindelig und ich verbrachte den Abend dann im Zimmer.

Goodbye Buddy - 24.07.
Morgens zu Denny's gefahren um zu frühstücken. Es ging endlich mal ans $2 $4 $6 $8 Menu.

 
Die wichtigste Mahlzeit des Tages

Wir sind für je $12, inklusive Getränk absolut satt geworden. Danach sind wir an den Santa Monica Beach gefahren um uns wiedermal ein wenig in die Sonne zu schmeißen und baden zu gehen. Ich entschloss mich nach einer Weile für einen Spaziergang am Strand. Als ich unter dem Santa Monica Pier entlang kam, kam eine, aus der Fassung gebrachte, ältere Frau auf mich zu gelaufen. Sie sagte zu mir, dass sie ein Tier gesehen hatte, dass zwischen zwei Stützbalken vom Pier eingeklemmt war. Ich dachte mir dabei im ersten Moment nicht viel und folgte der Frau einfach. Und tatsächlich, man konnte, als sich das Wasser weiter zurück zog, ein helles Fell zwischen zwei eng aneinander liegenden Pfeilern sehen. Wir gingen sofort ins Wasser und bei näherer Betrachtung sah man, dass es eine Art Pyrenäenberghund war. Behutsam zogen wir den armen Kerl aus seinem Gefängnis heraus. Wir hofften, das er nur bewusstlos sei, genau ermitteln konnten wir dies aber allerdings nicht. Als wir ihn an den Strand gebracht hatten, lief ich zu einem Bademeister in der Nähe. Die Frau blieb bei dem Hund. Als ich mit dem Bademeister zurück zum Pier kam, sagte die Frau, dass er wahrscheinlich schon tot sei. Sie konnte keinen Herzschlag mehr ertasten. Der Bademeister ging nach einem kurzen Blick auch sofort davon aus, dass er bereits tot sei und verständigte die Zentrale, sowie einen Abtransport. Nach der ganzen Aufregung ging ich wieder zurück zum Schwimmen und musste etwas über die Vorkommnisse nachdenken.

Venice Beach

Mit Rino zusammen bin ich danach noch etwas an der Promenade von Venice entlang geschlendert. Dort konnten wir noch das ein oder andere Souvenir ergattern. Bevor es zurück nach Hause ging, blieb ein kleiner Haushaltseinkauf bei Walmart nicht aus. Abends zeichnete ich mir dann eine Tattoovorlage. Ich wollte mir vor der Abreise nämlich unbedingt ein neues Tattoo stechen lassen.

Something for everyone - 25.07.
Heute haben wir uns vorgenommen, hier in L.A., die Universal Studios zu besuchen. Als wir auf dem riesigen Studio Gelände ankamen, durften wir zu allererst $20 für den Parkschein bezahlen. Es folgten $105 pro Person Eintrittskosten. Der Tag hat schon einmal teuer angefangen. Aber als wir dann endlich durch die lange Kassenschlange durch waren, ging das Abenteuer richtig los. Alles fing an im Universal City Walk.





Universal Studios

Einer Einkaufsmeile, die mit allerlei Souvenirläden, Restaurants und Modeboutiquen gepflastert war. Alles natürlich in einem gewissen Hollywood Charakter gehalten. Unsere kleine Reise begann in der Welt von Harry Potter. Am Hogwarts Express vorbei, ging es durch die urigen Straßen der Winkelgasse. Zwischen Einkaufsläden für Fliegende Besen, Quidditch Zubehör, der Eulen Post oder Zauberstäbe von Ollivanders, gab es hier auch etwas normalere Geschäfte wie ein Butter Bear Pub, ein paar lustigen Souvenir Shops und Spielzeugläden. Auf die Winkelgasse folgte, nach einer Achterbahn Fahrt auf einem Hippogreifen, das Schloss Hogwarts in all seiner Pracht. (Maßstab 1:4) Im Schloss selbst gab es eine 3D Achterbahn und man konnte sprechenden Gemälden zuhören, die in all den Gängen im Schloss verteilt waren. Auch der Geist von Sir Nicholas flog einmal über unseren Köpfen vorbei.




Einfach zauberhaft

Als Rino und ich auch Hogwarts hinter uns ließen, kamen wir als nächstes in die Welt der Simpsons, nach Springfield. Beeindruckend, was auch hier alles aufgebaut wurde. Der Kwik-E-Mart, Crusty Land, Moe's und viele andere Geschäfte waren hier vollends zugänglich.


Willkommen in Springfield

Nach der Stadt Springfield folgte ein Gruselhaus voller Zombies, aus einem Filmset von The Walking Dead.


Die Zombie Apokalypse

Auch eine Fahrt mit der Jurassic Park Wildwasserbahn bei dem wir am Ende ziemlich nass wurden, ließen wir uns in den Universal Studios natürlich nicht nehmen. Es war schon spät geworden und wir durften schnell merken, dass die Studios einfach zu groß waren, um alles wirklich an einem Tag zu schaffen. So mussten wir z.B. die Transformers- und die Mumien Achterbahn außen vor lassen. Am späteren Nachmittag sahen wir uns stattdessen dann noch eine beeindruckende Special Effects- und Stunt Show an. Und zum krönenden Abschluss gab es eine explosionsreiche Aufführung von Water World, bei dem ich am Ende eine ganz schöne Gänsehaut bekommen hatte.

Pflicht Programm

Alles in Allem, war der sehr hohe Eintrittspreis sein Geld aber alle Mal wert. Ich würde mir beim nächsten Mal aber definitiv ein Front of the Line Ticket für knapp $180 kaufen, da es einem schon die Nerven rauben kann 30 Minuten und länger in einer Schlange anzustehen. Oder natürlich gleich ganz Upgraden zum $330 teuren VIP-Pass bei dem man auch Einblicke auf die echten Sets von Universal bekommt. Nichts desto trotz war es ein sehr schöner Tag in den Universal Studios. Bevor wir allerdings das Gelände komplett verließen und nach Hause fuhren, waren wir noch in dem einzigen Element Store in Kalifornien, ein bisschen Shoppen gewesen.

Better call Saul - 26.07.
Nachdem wir richtig spät aus den Federn gefallen sind, sind wir nach Venice gefahren um einen Tattoowierer aufzusuchen, den mir Chris empfohlen hatte. Das Studio hieß Ink Monkey Tattoo. Chris hatte sich dort selbst ein Tattoo stechen lassen und er war sehr zufrieden damit gewesen. Gegen 13 Uhr waren wir in Venice. Wir haben nicht sofort einen Parkplatz gefunden, weshalb mich Rino erst einmal aus dem Auto rausgeworfen hatte, damit ich schon einmal ins Studio gehen konnte. Er hat dann in Zwischenzeit einen Parkplatz gesucht. Das Studio hatte gerade erst geöffnet und ich war der erste Kunde. Ich wurde am Eingang recht herzlich von Doug begrüßt und er stellte mir dann meinen Tattoowierer, den guten Saul vor. Außer zwei Auszubildenen, war sonst noch niemand in dem Tattoo Studio. Ich gab Saul meine Tattoovorlage und er scannte sie in den Computer ein. Nach ein paar Fehlversuchen, hatte er die für mich perfekte Größe gefunden. Es konnte also angefangen werden zu stechen. Er hat sich wirklich unglaublich viel Mühe bei seiner Arbeit gegeben und ich habe kaum etwas von den Nadelstichen gemerkt. Nebenbei hatte er den beiden Azubis auch noch gezeigt, wie es richtig geht. Ich sollte etwas über $60 für das Tattoo bezahlen, habe dann aber auf $80 aufgerundet, da ich mit der Arbeit von Saul wirklich sehr zufrieden war.

Because you can

Es ging als nächstes zu Whole Foods frühstücken, oder eher Mittag essen, denn es war mittlerweile schon Nachmittag geworden. Wir mussten unbedingt das Auto waschen gehen, da es von den vergangenen Wochen wirklich mitgenommen aussah, und wir es in diesem Zustand unmöglich, vor unserer Abreise, an eine Rental Servicestelle hätten abgeben können. Nach einer kurzen Fahrt fanden wir eine günstige Self Serve Autowaschanlage. Mein wundes Tattoo war zwar mit einer Folie abgeklebt, aber den Part des Waschens musste Rino dann leider trotzdem auf eigene Hand übernehmen, da man doch auch durch das Auto waschen sehr nass wurde und mein Arm ja erst einmal kein Wasser sehen durfte. Nachdem das Auto wieder blitzte, fuhren wir noch einmal zu Whole Foods und danach dann auch schon nach Hause zurück.

To do: Nothing - 27.07.
Heute war unser letzter richtiger Tag in L.A. und wir hatten uns eigentlich überlegt in den Six Flags Vergnügungspark zu fahren. Die Sonne brannte an dem Tag allerdings so sehr, dass wir uns das wieder aus dem Kopf schlugen. Ich musste mein Tattoo auch ohnehin noch ein paar Tage schonen und durfte es nicht der prallen Sonne aussetzen. Dafür haben wir uns aber einen chilligen Tag zu Hause gemacht. Später waren wir dann noch bei einem extrem guten Japaner leckeren Ramen essen.

Itadakimasu

Abends haben wir schon mal angefangen unsere Rucksäcke zu packen. Am morgigen Tag war nämlich leider der Zeitpunkt der Heimkehr gekommen.

It all ends here - 28.07.
Nach einer sehr erholsamen Nacht haben Rino und ich unsere Rucksäcke zu Ende gepackt, dass Zimmer aufgeräumt und uns dann von Daryl verabschiedet. Wir wollten noch einmal richtig amerikanisch frühstücken gehen, weshalb wir zu IHOP gefahren sind. Anschließend sind wir durch Downtown City geschlendert und waren noch ein wenig shoppen.

Das Bankenviertel

Um 15 Uhr kamen wir am Flughafen an. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, bekam ich auch bereits schon erstes Fernweh. Ich wäre gerne noch etwas länger geblieben, denn es gab in Kalifornien noch so viel mehr, was sich zu entdecken lohnte. Die Zeit am Flughafen ging nur mühsam voran. Unser Flieger hatte leider auch einiges an Verspätung mitgebracht. Im Himmel waren wir dann endlich um 20:30 Uhr (PST).

Right back where we started from - 29.07.
Ich habe die neun Stunden Flugzeit nach London fast komplett durchgeschlafen. Dadurch habe ich vom Flug natürlich wenig mitbekommen. Nach dem Frühstück setzten wir um 14:20 Uhr (GMT) zur Landung an. Nun hatten Rino und ich noch knapp drei Stunden um uns in den Duty Free Shops die Zeit zu vertreiben.

Die 10.000€ Kamera

Um 18.05 Uhr ging unser Weiterflug nach Hannover. Was einem vom Flieger aus sofort auffiel, waren die vielen Grünflächen, die Deutschlands Landschaften großzügig ausschmückten. So etwas gab es in Kalifornien fast nie zu sehen. Aber auch die Regenwolken, durch die wir hindurch flogen, gab es in Kalifornien kaum. Das war dann wohl der Ausgleich. Wir landeten um 20:40 Uhr (MEZ) in Hannover. Rino und ich wurden am Flughafen von Julio abgeholt und gemeinsam fuhren wir dann mit der S-Bahn zurück nach Hause.

Alles unbeschadet überstanden

Let me just say...
Der Roadtrip war wirklich jede Erfahrung wert. Ich war zum ersten Mal richtig in den Staaten unterwegs und konnte mir endlich mal selbst ein Bild über Land und Kultur schaffen. Zugegeben, in ein paar Wochen, über 6000 Kilometer mit einem Auto an Fahrt zurückzulegen, kann schon anstrengend werden, aber ich würde es definitiv immer wieder machen. Meine Höhepunkte der Reise waren auf jeden Fall die Stadtteile Santa Monica und Venice in Los Angeles und nicht zu vergessen,  die atemberaubenden Landschaften der National Parks, die leider viel zu kurz gekommen sind, auf der Rundreise. Was mich aber am meisten mitgerissen hat, waren die Menschen, die in Kalifornien lebten. So viele freie Geister, an einem Fleck versammelt. Und überall durfte man sich dazugehörig fühlen. Das war wirklich toll! Ich kann hier abschließend sagen, dass es mit Sicherheit nicht mein letzter Trip nach Kalifornien gewesen war.

- Dominic

(2/2)

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